Aktuelles


28.07.2014
5150 Zürich - die Quali für Des Moines ist geschafft.

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es keine Hitzeschlacht, stattdessen nieselte es während des Rennens immer wieder ein wenig. Angesichts der Temperaturen war es also keine perfekte Generalprobe für Des Moines im Staat Iowa, aber trotzdem bin ich mit dem Rennen und dem Ergebnis recht zufrieden.
Aus dem Zürichsee stieg ich als Fünfte - mit einem Rückstand von 46 Sekunden auf die schnellste Schwimmerin, Catherine Jameson (GBR) und 20 Sekunden Rückstand auf die Schweizerin Daniela Ryf, die ein richtig gutes Rennen machte und am Schluss gewonnen hat.
Auf dem Rad kam ich im wahrsten Sinne des Wortes nur schwer in die Gänge. Daniela Ryf war an diesem Tag auf dem Rad für mich nicht einzuholen. Ich schloss zu Lisa Norden und Ricarda Lisk auf, so dass wir zu dritt in den Kampf um Platz zwei auf die Laufstrecke gingen. Ricarda schlug ein flottes Tempo an und so konnten wir Lisa schon nach zwei Kilometern abschütteln. Mit der zweitbesten Laufzeit des Tages kam ich am Ende der 10km hinter Ricarda als Dritte ins Ziel.


23.07.2014
Was geht ab?

Zürich steht vor der Tür, die Sonnenblumen im Garten blühen, heute ist ganzer Ruhetag mit Kulturprogramm, gestern bin ich schnell geschwommen und morgen weiß man noch nicht was kommen wird. Auf jeden Fall bin ich voll konzentriert und motiviert und bereite mich nach bestem Wissen und Gewissen auf zwei Wettkämpfe vor. Des Moines am 30.8.2014 und eine Woche später am 7.9. die 70.3 WM in Mont Tremblant. Dafür habe ich in den letzten Wochen mit Utz Brenner nochmal etwas an meinem Rad rum geschraubt und meine Sitzposition verbessert. Ich lasse mich im Schwimmen regelmäßig von meiner Freundin und Schwimmtrainingskollegin Karoline abziehen und motivieren und merke schon dass ich aus meinem Schwimmtief raus komme. Außerdem hat sich mein Trainer Lubos eine neue Trainingsstrategie fürs Laufen ausgedacht und auch das kommt richtig gut an. In Tübingen ist also alles Bestens.
Am Wochenende werde ich beim 5150 in Zürich am Start stehen, um mir den Platz in Des Moines überhaupt erstmal zu holen und dann können auch endlich die Flüge über den Atlantik gebucht werden.


28.06.2014
Citytriathlon Heilbronn

Der Audi steht wieder vor der Tür und insofern kann ich auch ganz zufrieden sein mit dem Rennen letzten Sonntag in Heilbronn. Mit meiner Leistung an sich bin ich nur halbwegs zufrieden. Die Performance auf dem Rad stimmt und beim Laufen weiß ich was noch zu tun ist. Allerdings beim Schwimmen habe ich ganz schönen Mist gebaut. Im entscheidenden Augenblick war ich unaufmerksam und dann zu verpeilt um die Situation noch zu retten. Da war sie weg die Spitzengruppe mit Ricarda. Nach den 2 km Schwimmen in dem aufgestauten Seitenarm des Neckars mitten in der Stadt begann für mich die Aufholjagd. 2 Minuten hatte ich gut zu machen und das wollte ich möglichst schnell hinter mich bringen. Nach ca. 10 km hatte ich die Führung übernommen und konnte den Vorsprung auf der 70 km langen Radstrecke durch die malerische Landschaft des Zabergäus auf 4:30 Minuten vergrößern. Zurück lehnen durfte ich mich beim Laufen also noch nicht, aber das fällt auch nicht schwer bei der Zuschauerkulisse durch die Straßen von Heilbronn. So kämpfte ich mich konzentriert über die ersten 10 km und die letzte von drei Runden konnte ich dann schon etwas genießen und mich auf den Zieleinlauf freuen.
Wie letztes Jahr war der Citytriathlon Heilbronn wieder eine prima Veranstaltung und wenn ich nicht zu Fuß unterwegs sein möchte, dann komme ich nächstes Jahr bestimmt wieder. :)


17.06.2014
Frust und Freude

Beim zweiten Bundesliga Rennen der Saison lief für unser Team leider einiges schief. Mit zwei Zeitstrafen und einem platten Reifen kamen wir ins Ziel, konnten uns aber eine halbe Stunde später trotzdem über einen ersten Platz in der Team-Wertung freuen. Damit führen wir weiterhin die Tabelle an und sind guter Dinge für den weiteren Verlauf der Saison.
Persönlich ärgere mich einerseits sehr über eine Zeitstrafe von 15 Sekunden und freue mich anderseits über eine gute Laufleistung und darüber dass ich noch nicht alle Schnelligkeit verloren habe. Ich war nach dem Schwimmen wohl etwas hektisch und habe meine Schwimmbrille nicht ordentlich in die Kiste gelegt. Dafür durfte ich beim Laufen eine kleine Pause einlegen, musste mich dabei aus der dreier Spitzengruppe verabschieden und kam am Schluss auf Platz 5 ins Ziel.


22.05.2014
Sommer nach Winter

Endlich ist es wieder so weit. Die Sonne lacht, die Blumen blühen und das Freibad ist wieder geöffnet. Nach einigen Schwimmeinheiten unter der prallen Sonnen, Sonnencremeduft beim Radeln und ärmellosen Tops beim Laufen ist der Sommer in Tübingen angekommen.
Winterlich hingegen war es noch vor zwei Wochen in Buschhütten. Dort konnten wir trotz Regen, Frost und Eis mit dem EJOT Team Buschhütten in der ersten Bundesliga beim Team Sprint den Sieg einfahren. So ein Team Wettkampf ist genau mein Ding und ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz in der Liga am 14.6. im Kraichgau.
Als nächstes steht am Wochenende der Ironman 70.3 in St. Pölten auf dem Plan. Zwar bin ich noch in den Anfängen meiner Vorbereitung für den Sommer, bin aber gespannt und guter Dinge am Wochenende schon etwa zeigen zu können.


23.04.2014
Trainingslager Südfrankreich

Um den zweiten Teil meiner Saison einzuläuten war ich über Ostern mit Freunden in Südfrankreich im Trainingslager. Der Beginn war zwar etwas holprig aber jetzt läuft alles wieder rund.
Nach Abu Dhabi verbrachte ich zwei Ruhewochen zu Hause und war danach voller Energie und guter Dinge. Das Wetter spielte zum Glück auch mit und ich erfreute mich an der Tübinger Umgebung und am "Daheim sein". Leider war die Euphorie wohl etwas zu groß und ein Infekt zwang mich nach einer Woche zu einer Zwangspause. Glücklicherweise bekämpfte ich diesen recht schnell und war pünktlich zum Trainingslager wieder fast top fit.
Zwei Urlaubstage mit südländischer Sonne, Baguette und Camembert brachten mich wieder voll auf die Beine und ich durfte die Gegend rund um Saint Raphael per Rad und zu Fuß erkunden. Nun bin ich wieder in Tübingen und bereite mich hier auf meinen nächsten Wettkampf am 11.Mai, Bundesliga in Buschhütten für Buschhütten vor.


17.03.2014
Abu Dhabi 2014

"Und die Siegerin der Kurzdistanz dieses Jahr heißt....Svenscha Baaslen!"
So oder so ähnlich wurde ich im Zielkanal empfangen und war überglücklich ein so großes Rennen für mich entschieden zu haben. Mit 11:11 Minuten Vorsprung kam ich vor Annabel Luxford/ Australien und Lisa Marangon ins Ziel.
Bereits beim Schwimmen konnten wir uns zu dritt absetzten und ich sprang als eine der Ersten aufs Rad. Ich wusste, dass ich das Rennen auf der 100 km langen Radstrecke für mich entscheiden konnte und deshalb machte ich von Anfang an mächtig Druck. Diese Mühen wurden belohnt und ich setzte mich bereits auf den ersten Kilometern von den anderen ab. Auf dem Rad fühlte ich mich richtig gut, besonders die zwei Runden auf der Yas Marina Rennstrecke waren der Hammer. Es hat richtig Spaß gemacht, dort Gas zu geben!
Nach 2:31,15 Stunden kam ich mit einem komfortablen Vorsprung von 7:30 min in die Wechselzone und konnte beim abschließenden 10 km Lauf diese Lücke noch etwas vergrößern. Schließlich kam ich nach 3:34:51 Stunden ins Ziel und kann damit einen meinen größten Erfolge feiern.
Jetzt freue ich mich erstmal auf eine kleine Pause und auf den Frühling zu Hause!


13.03.2014
Abu Dhabi Triathlon

Am Samstag ist es so weit - um 7:35 Uhr Ortszeit wird der Startschuss des Abu Dhabi Triathlons ertönen und wir werden um den Sieg eines der prestigeträchtigsten Rennen der Triathlonszene kämpfen. Ich werde dort auf der kurzen Distanz an den Start gehen, das heißt 1,5 km Schwimmen, 100 km Rad fahren und 10 km laufen.
Der Dreh- und Angelpunkt des Rennen ist der East Plaza, ein Teil der Promenade von Abu Dhabi. Hier starten wir auf die Schwimmstrecke und erreichen die Ziellinie, außerdem ist dort auch die Wechselzone platziert. Geschwommen wird eine Runde im Meer, anschließend geht es mit dem Rad auf voll gesperrten Autobahnen auf die Formel 1 Rennstrecke. Dort drehen wir zwei Runden bevor wir uns auf den Rückweg machen. Der abschließende 10 km Lauf wird auf einer Runde entlang der Küste ausgetragen.
Das Rennen ist gut besetzt und es werden Kurzdistanz-Spezialisten gegen Mittel- bzw. Langdistanz-Athleten antreten, was Spannung garantiert. Ich bin optimistisch und freue mich auf das Rennen!


22.02.2014
Oh wie schön ist Panama

Mit meinem Saisonauftakt bin ich zufrieden und froh, die Hitzeschlacht überstanden zu haben.
Nach einer halbstündigen Startverzögerung gingen wir am Sonntag als stark besetztes, 20-köpfiges Profifeld der Damen auf die Strecke. Das Schwimmen im Panamakanal war wider Erwarten im Neoprenanzug, die 1,9 km wurden mit der Strömung geschwommen. So kamen die schnellsten nach 17 Minuten aus dem Wasser, ich knapp dahinter nach 18 Minuten.
Auf dem Rad machte ich diesen Rückstand schnell wieder wett und übernahm nach ca. 10 Kilometern die Führung. Diese wurde mir nach weiteren 20 km von der späteren Siegerin Angela Naeth genommen und so erreichte ich schließlich nach 90 km die Wechselzone an Position zwei liegend. Für die anschließende Laufstrecke hatte ich mir fest vorgenommen am Anfang nicht zu überpacen. An diesen Plan hielt ich mich und konnte so am Ende das Tempo nochmals etwas erhöhen. Nachdem ich zu Beginn der 21 km von Catriona Morrison, der später Zweitplatzierten, eingeholt wurde, kämpfte ich hart um Platz drei.
Während des Rennens lag ich teilweise auf dem vierten Platz, doch bei den Gegenwindpassagen merkte ich, dass ich stärker bin als meine Mitstreiterin Heather Wurtele. Da ich unbedingt aufs Treppchen wollte, kämpfte ich mich ungefähr bei Kilometer 18 an ihr vorbei und konnte diese Position ins Ziel bringen.
Folgendes ist nun für die nächsten Wochen geplant. Zur Zeit bin ich zu Hause um mich etwas zu erholen, dann beginnen die Vorbereitungen auf mein nächstes Rennen in Abu Dhabi am 14. März.


29.01.2014
Fuerteventura II

Da bin ich wieder. Seit drei Tagen auf Fuerte im Las Playitas. Das kleines Trainingsparadies und im Winter Dreh- und Angelpunkt der Triathlonwelt. Ich muss zugeben, die ersten Tage sind für mich hier immer ziemlich anstrengend, da man ja an allen Ecken und Enden auf den neusten Stand gebracht werden muss. Ich wohne wieder, wie im Dezember, zusammen mit Anja Berank in einer Vivienda, so fühlt man sich gleich heimisch und hat genügend Zeit zwischen den Trainingseinheiten zu entspannen und dabei das ein oder andere Plauderstündchen bei einem Kaffe abzuhalten. Nach der körperlichen Anpassung der letzten Tage bin ich nun aber auch psychisch und sozial wieder im Lot und morgen, nach meinem Ruhetag heute, kann es richtig los gehen.
Nun bin ich ja nicht mehr nur für Grundlagen hier sonder der erste Wettkampf steht schon vor der Tür. In 2 Wochen werde ich in Panama sein und dann am 16.2. beim 70.3 das erste Mal meine Kräfte mit den anderen Mädels messen. Die Grundlagen sind gelegt, jetzt feile ich in der nächsten Zeit noch etwas am Tempo und dann bin ich für das erste Rennen gerüstet.


06.01.2014
Happy New Year!

Ich wünsche allen ein glückliches, gesundes und sonniges Jahr 2014 und möchte die Gelegenheit nutzten meinen treuen bestehenden und neuen Unterstützen zu danken und einige Veränderungen kund zu tun.
In der bevorstehenden Saison werde ich für die TSG Reutlingen an den Start gehen, damit bin ich nun auch in dieser Hinsicht ganz in meiner neuen Heimat angekommen und freue mich darauf den Triathlon lokal zu unterstützen.
Wie im Jahre 2013 heißt mein Hauptsponsor "Das Fröhlich Band". Einer meiner Sponsoren der ersten Stunde, und nicht nur bei Förderbändern sondern auch im Triathlon ist der Name nun seit einigen Jahren Programm. Co-Sponsoren sind wie letztes Jahr USU Software und Knecht Logistik, neu dazu gekommen ist die Firma Seitz, die mich nicht nur mit glutenfreien Lebensmitteln unterstützt. Bei meinen Ausrüstern gibt es ebenfalls eine Neuigkeit. Ich werde ab diesem Jahr New Balance laufen und damit bestimmt schnellen Schrittes über den Asphalt düsen. Für das Pokerface sorgen Adidas Brillen auf meiner Nase. Die Radstrecke werde ich weiterhin auf meinen Airstreeem Rädern mit Haero Carbon Lenker, Lightweight Laufrädern und Casco Helmen bestreiten und beim Schwimmen hält mich mein Neoprenazug der Firma Mako warm. Mein Wettkampfanzug ist auch dieses Jahr wieder maßgeschneidert vom der Firma Bioracer und in meinen Getränkeflaschen, vor und nach dem Sport ist wie immer Ultra Sports.
Danken möchte ich außerdem noch meinem Trainer Lubos Bilek für die fabelhafte Zusammenarbeit, meinem Management Benjamin Kohl und Karin Miller, außerdem Alexander Wütz und Hannes Blaschke für ihre Unterstützung.
Sonne sende ich zur Zeit aus dem Trainingslager in Palamós. Wir sind hier wieder mit Freunden um unter der Wintersonne Spaniens zu trainieren. Zur Zeit steht noch Grundlagenausdauer im Fokus aber die ein oder andere schnelle Einheit ist mittlerweile auch schon auf dem Plan und beim Schwimmen geben wir immer wieder richtig Gas.
Den heutigen Feiertag werden wir allerdings erstmal bei einer langen Radausfahrt genießen.


02.12.2013
Adventskalender

Auf meiner Facebook Seite gibt es den Dezember über einen Adventskalender. Schaut doch mal vorbei!


27.11.2013
In der Sonne

Während es zur Zeit zu Hause schneit, verweile ich in der Sonne und ziehe auf Fuerteventura mein erstes Trainingslager durch. Eigentlich mag ich den Winter schon sehr gerne und ich liebe es im Schnee unterwegs zu sein. Bei Sonnenschein und blauem Himmel unberührte Hänge hinab fahren oder auf Langlaufskiern die Loipen entlang gleiten. Mit dem Mountainbike verschneite Wege erkunden und nach Hause zu kommen und sich riesig über eine Tasse warmen Tee freuen. Wie schön!
Nun bin ich aber im Sommer und genieße diesen. Kurzes Radtrikot, kurze Hose, keine halbe Stunde (wie im Winter), bis man sich angezogen hat und dann nochmal hoch muss um die noch dickeren Handschuhe zu holen. Morgens die Balkontüre aufmachen, in die ersten Sonnenstrahlen blinzeln und die Wärme auf der Haut spüren. Unter freiem Himmel schwimmen und dabei nur eine Sorge haben, "Lichtschutzfaktor 50 oder 30?". Herrlich!
Also wie man sieht ich ziehe es voll durch. Ich liebe die frühen Trainingslager in der Saison. Alles ist noch ganz gemütlich und relaxed und ich habe mir fest vorgenommen mich auch von den 5 Stunden Radfahren, die übermorgen auf meinem Plan stehen nicht stressen zu lassen.


15.11.2013
Ein Hoch auf Tübingen

Genau ein Jahr bin ich jetzt in Tübingen und ich finde es ist an der Zeit eine Hymne auf meine neue Heimat, meine Freunde hier, meine Trainingsgruppe und meine neue WG zu schreiben.

Tübingen ist nun meine zu Hause und der Ort,
an dem ich mich fühl,
als wöllt ich nie mehr fort.

Es ist ganz wunderbar und auch nicht zu vermeiden
durch die Stadt zu laufen
und für ein Schwätzchen stehn zu bleiben.

Ob Schwimmen, Laufen oder Rad,
nie bin ich allein,
und niemals ist es fad.

Die Schwimmerlein sind mein täglicher Kontakt,
ob im Zentrum
oder im Norden, hoch auf dem Berge der Stadt.

Meine Trainingsgruppe ist nun wirklich groß,
egal was ansteht,
ein Anruf reicht und immer ist was los.

Eugen, Kitty, Melanie,
im Kraftraum
fehlt die gute Laune nie.

Carina, Greta, Karolin,
die Stunden im Wasser,
lustig gehn sie mit euch dahin.

Scarlet, Ida, Meike, Tim
ob laufen oder radeln,
mit euch ist´s gar nicht schlimm.

Oft treff ich Leut, wenn ich außen bin zum Sport,
dann denk ich mir,
wie gern bin ich an diesem Ort.

Nicht zu vergessen und an erster Stelle,
meine WG
und der Mann für alle Fälle.

Ob trainieren, Homepage pflegen oder reisen,
wer hinter mir steht
der kann nur Hildi heißen ***.

Und da ich niemanden vergessen mag,
denk ich,
an alle meine Freunde an diesem Tag.

Die Unterstützung kommt von Nah und Fern,
niemals vergesse ich das
und sag es immer wieder gern.

Danke für die Momente und die Zeit,
die ihr alle,
immer wieder mit mir teilt.

Nun muss ich nur noch eines sagen,
denn sonst,
liegt mir was im Magen.

Liebe Deutschlehrer bitte sucht die Fehler nicht,
ebenso die Journalisten,
es doch nur ne Hymne und kein Gedicht.


04.11.2013
Zugegeben...

...manchmal ist man richtig krass. Ich, zum Beispiel, am Sonntag beim Radl fahren. 3 Stunden standen auf dem Plan, kein Problem – bei gutem Wetter. Allerdings fing es nach einer halben Stunden gnadenlos an zu regnen, woraufhin die Hälfte der Gruppe umgehend den Heimweg antrat, der Rest warf das Regenjäcklein über und fuhr munter weiter. Am Anfang kann man dem Ganzen ja immer noch mit einer Portion Humor gegenüber treten, aber wenn dann irgendwann das Wasser trotz Überschuhen anfängt in die Schuhe zu laufen und die Hände in den triefenden Handschuhen eisig werden, dann ist der Spaß vorbei. So auch bei uns. Also schlugen wir auch den Weg gen Heimat an und waren nach 1,5 Stunden wieder in Tübingen. Mit den Worten „guten Appetit und frohes Aufwärmen!“ verabschiedeten wir uns und gingen in unserer Häuser. Alle? Nein nicht alle. Eine einzelne Kämpferin, verteidigte den Trainingsplan, trotzte den äußeren Gegebenheiten und machte sich auf den Weg ein extra Ründchen zu drehen. Strom aufwärts, Gegen den Wind und immer noch keine frischen Socken. (Sorry Eugen, aber du bist ja schon ein Ironman ;))
Allerdings muss ich zugeben, dass der Wettergott in der Zwischenzeit seine Meinung gewaltig geändert hatte und dass bis dahin die Sonne am Himmel stand und mir meine Händchen wärmte. Als ich dann nach 2:45 h zwar immer noch nass aber zufrieden die Wohnungstür öffnete stieg mir der Geruch frisch gebackenen Hefezopfs in die Nase und ich freute mich "guten Appetit und frohes Aufwärmen!".


21.10.2013
Ein geregeltes Leben...

...führe ich seit heute wieder. Das liegt einzig und alleine daran, dass ich wieder einen Trainingsplan habe und meinen Tag wieder nach dem Sport plane und nicht den Sport nach dem Tag ;). Wie schön! Heute morgen beim Aufstehen hegte ich zwar kurz den Funken Hoffnung, dass ich mich nochmals hinlegen dürfe, da ich nicht genau wusste wann der Kraftraum aufmacht. Aber ein Blick ins Zwischennetz auf die entsprechende Seite bestätigte mir, dass jetzt das ernsthafte Training wieder begonnen hat und das ist ja auch gut so.
Nach einem Tässchen Kaffee war ich auch höchst motiviert und schwang mich, sehr gespannt auf den umgebauten Kraftraum des Instituts für Sport in Tübingen, auf mein Rad um diesen von innen zu begutachten. Was für eine Oase des Muskelaufbaus dieser nun geworden ist! Nicht dass es vorher nicht auch schön war aber nun hat man einfach doppelt so viel Platz um sich Ganz und Gar zu entfalten.
Nach 1,5 Stunden harter Arbeit fand ich mich am Frühstückstisch wieder, vor mir eine Portion Buchweizen-Ragout mit frischen Früchten der Saison, herrlich!Danach stand ein wenig tägliche Schreibtischarbeit auf dem Plan und anschließend die zweite und letzte Einheit des Tages ein Läufchen.
Was für ein Leben....allerdings gibt es nebenbei noch viel zu regeln und ich weiß, das ist nicht die Regel ;).


11.10.2013
Sport!!!

Am Montag bin ich wieder ins Training eingestiegen und genieße seitdem jeden bewegten Meter. Zwar handelt es sich bis jetzt lediglich um Bewegungstherapie aber auch das reicht, um rundum mit Muskelkater versorgt zu sein und sich irgendwie gut zu fühlen. Dabei finde ich es jedes Jahr beeindruckend zu sehen, wie trainierbar der Körper ist. Während sich am Anfang alles unkoordiniert, steif und ungewohnt anfühlt, schleifen sich die Bewegungsabläufe während der ersten Trainingswochen wieder ein, alles läuft rund und automatisch.
Am Dienstag war ich das erste Mal wieder im Schwimmtraining. Nach einer Stunde war ich völlig geplättet und hatte Arme wie Blei. Tja, den Kraftraum habe ich auch schon lange nicht mehr von innen gesehen und wo nichts benötigt wird, da verschwindet auch einiges ganz schnell wieder. Aber ich bin mir sicher, dass nach ein paar harten Wochen, in denen ich einfach erstmal mit dem Wasser kämpfe, ich mich bald wieder mit dem Wasser anfreunden werde und dann geschmeidig meine Bahnen ziehen werd ;). Beim Biken am Mittwoch habe ich zum Einstieg gleich zwei Mal das Buschwerk begrüßt und beim Laufen fühle ich mich gerade auch noch wie ein Elefant.
Naja, da darf ich mich jetzt erstmal durchbeißen und zum Glück weiß ich ja dass es immer besser wird! In diesem Sinne wünsche ich jetzt aber erst einmal allen Ironmännern und Women am Samstag ein gutes Rennen in Kona und dann eine schöne Saisonpause!


11.09.2013
70.3 WM in Las Vegas

Mit ein paar Tagen Abstand bin ich nun doch sehr zufrieden mit meinem fünften Platz bei der WM in Las Vegas. Direkt nach dem Rennen war ich zugegebener Maßen erst einmal ziemlich enttäuscht, da ich mir etwas mehr erhofft hatte und da ich mich während des Rennen nicht so gut fühlte. Allerdings waren am Sonntag auch einfach alle am Start und da kann man als Newcomer ja auch nicht gleich alles auf den Kopf stellen...;).
Letztlich war es ein gelungener Abschluss einer fabelhaften Saison und ich freue mich darüber dass der Umstieg auf die längeren und Windschatten freien Rennen so reibungslos verlief. Ich sehe mich in meiner Entscheidung bestätigt und fühle mich wohl in diesem Rennformat. Jeder kämpft für sich alleine, es gibt keine großen taktische Spielchen und mir gefällt es dass Amateure und Profis gemeinsam den Wettkampf bestreiten. Somit ist es für mich klar, dass man mich in den nächsten Jahren weiterhin in der 70.3 sowie in der 5150 Serie sehen wird.
Die kommenden Wochen stehen jetzt allerdings erst einmal im Zeichen der Erholung. Es stehen 4 Wochen sportfreie Zeit bevor und diese werde ich im Urlaub genießen. Mein Freund und ich fahren von Las Vegas nach Denver. Wir haben ein Zelt dabei und werden die verschiedensten Nationalparks erkunden.


04.09.2013
Des Moines

Der Hy Vee Triathlon, das höchst-dotierte Rennen der Triathlon Szene und schon lange auf meiner persönlichen Wunsch-Wettkampf-Liste.
Aus der Hitzewarnung der vorherigen Tage wurde in den frühen Morgenstunden ein Gewitter sodass das Rennen mit einer halben Stunde Verspätung vor der Skyline von Des Moines startete. Ich stieg mit etwas Abstand zur Spitze aus dem Gray's Lake und konnte mich bis Kilometer 15 auf dem Rad zur Spitze vorarbeiten. Die eher flache Radstrecke machte zwar viel Spaß, hielt die Spitzengruppe aber auch zusammen. Trotzdem konnte ich als Führende vom Rad steigen und mit Emma (Moffat) auf die Laufstrecke wechseln. Ich fühlte mich gut und konnte den ersten Kilometer an der späteren Siegerin dran bleiben, danach kämpfte ich mich alleine auf der zwar flachen aber sehr windigen Strecke vorwärts. Schließlich kam ich mit einer Laufzeit von 36:23 min ins Ziel und wurde dort als dritte herzlich von vielen sportbegeisterten Amerikaner empfangen.
Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis und bereite mich nun in dieser Woche mit einem guten Gefühl auf den Saison Höhepunkt am Sonntag, die 70.3 Weltmeisterschaft in Las Vegas vor.


28.08.2013
Des Moines

Hitzewarnung und Sorgen um mein Rad aber sonst ist alles Bestens!
Seit Samstag bin ich in Des Moines/ Iowa und kann sage dass ich mir diese Gegend Amerikas um einiges unattraktiver vorgestellt habe. Des Moines ist eine überaus schöne amerikanische Stadt, mit vielen Grünflächen und einem einzigartigen Skulpturen Park in der Innenstadt.
Nun bin ich allerdings nicht wegen der Kultur hier sondern werde am Sonntag beim Hy-Vee Triathlon an der Startlinie stehen. Der Wettkampf ist ein großes Event in der Triathlon-Szene, die Spannung steigt von Tag zu Tag.
Die Strecke ist flach-flach-flach, lediglich auf dem Rad gibt es ein paar Wellen die zum Drücken einladen, darauf freue ich mich schon! Ich bin bei einer sehr netten Gastfamilie untergebracht. Der optimale Ort für mich um mich für das Rennen vorzubereiten.
Der großen Hitze werden wir am Sonntag durch den frühen Start um 6:50 Uhr aus dem Weg gehen und mein Rad ist mittlerweile nach einer abenteuerlichen Reise auch bei mir angekommen. Also alles im Lot!


15.08.2013
Morgen Stund hat Gold im Mund...

...nun ist es zwar schon einige Wochen her, aber gut Ding will Weile haben. Einige Fotos des Shootings mit Kilian Kreb "in aller Herrgottsfrühe" am Baggersee sind nun online unter der Rubrik Galerie zu finden.


14.08.2013
Wiesbaden - danach

Es kommt doch immer wieder anders als erwartet. Eigentlich sah ich mich müde, kaputt und zufrieden im Garten liegen. Gelegen bin ich am Montag zwar auch, aber aus einem anderen Grund - es ging nichts mehr. Zwar war ich am Sonntag, nachdem ich aufgrund eines technischen Defekts nach 25 km auf dem Rad aussteigen musste, noch in einer ganz guten Verfassung, aber einen Tag später hatte ich dann um so mehr daran zu knabbern.
Die ganze Vorbereitung erstmal umsonst, die ganze Aufregung und der Stress vor dem Wettkampf für nichts, alles worauf ich verzichtet hatte - hätte nicht sein müssen...das sind die Gedanken, die mir durch den Kopf jagten als ich niedergeschlagen auf dem Sofa lag.
Außerdem bestimmen natürlich die Überlegungen, wie das passieren konnte die Gedanken. Der Akku der Schaltung war doch am Abend davor beim Einchecken noch 100% voll. Freiluft-Experimente und Gespräche mit Experten zeigten inzwischen auf, das wohl eins der neuen Komponenten kaputt ist und deshalb Strom "frisst". Welches das verdammte Teil ist müssen wir noch herausfinden.
Fest steht, dass an Training am Montag außer der 6km Schwimmeinheit am Morgen nicht zu denken war. Es musste erstmal der Notfallplan aus der Tasche gezogen werden – eine Freundin treffen und bei einem Eiskaffee den Frust von der Seele reden. Hat wunderbar geholfen!
Am Dienstag ging es mir dann schon wieder um einiges besser und die Wettkampfersatz-Trainingseinheit stand auf dem Plan. "Selbstzerstörungs-Training", die Form muss ja erst in drei Wochen wieder da sein. Bis dahin trainiere ich also noch fleißig und werde mich dann nochmal genauso motiviert auf das 5150 Rennen in Des Moines am 1.9. und dann auf die 70.3 WM in Las Veags am 8.9. vorbereiten.


08.08.2013
Wiesbaden - davor

Eigentlich wären es immer ganz entspannte Wochen, diese Wochen vor den großen Rennen. Es steht nicht mehr viel auf dem Trainingsplan, man darf so viel schlafen wie man will und hat auch immer eine Ausrede etwas nicht zu tun, denn alles steht im Zeichen der Vorbereitung. Wäre da nicht immer diese latente Anspannung. Zwar merkt man im Training, dass sich alles immer besser anfühlt und dass man immer fitter wird, aber man hört auch ganz genau in seine Körper hinein und spürt so einiges. Ein Zwicken hier, ein Drücken da, ein Ziehen dort...was davon echt ist und was nur "Kopf gemacht", wird niemals herausgefunden, ist aber letzten Endes auch egal, denn nach dem Wettkampf ist dann alles wieder ganz anders.
Es gäbe so viele Dinge zu tun und so viele Freunde zu treffen aber der Körper ist im "Ausruhmodus" und alles scheint einem zu anstrengend. Schon bei Telefonaten mit der Familie ist man kurz angebunden und wenig auskunftsfreudig, man darf seine Energie ja nicht verschwenden. Die Homepage, die Steuer, die Emails, alles zu viel, auch der Kopf ist müde, der muss sich ja schließlich auch erholen um dann Höchstleistung zu bringen.
Gegen Ende der Woche wird man dann aber doch hibbelig und freut sich drauf alles raus zu lassen und dann hat man alles richtig gemacht. Und zum Glück gibt es ja noch die Woche nach dem Rennen, da darf man sich ja auch wieder erholen!


22.07.2013
Teamwork

Ein Geheimnis sollte es nicht sein, trotzdem darf man seine Taktik ja auch nicht von Anfang an ganz offen legen ;). Ich bin mit meinem erledigten Job zufrieden und freue mich mit Anne (Haug) über ihren Weltcup Sieg in Hamburg!
Gerne hätte ich selbst auch noch ein etwas besseres Rennen gemacht aber beim Rennen;) hatte ich dann leider nicht mehr so viel Kraft, denn die habe ich wohl alle auf dem Rad verpulvert. Mit dem 25. Platz habe ich mir trotzdem noch mal ein paar Weltcuppunkte ergattert und konzentriere mich jetzt voll und ganz auf mein nächstes großes Event, die 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden. Davor werde ich nächste Woche noch beim 5150 in Zürich beim an der Startlinie stehen.


18.07.2013
Hamburg

Es ist wieder so weit. Am Wochenende steigt eine der größten "Triathlon Partys" Deutschlands oder vielleicht der ganzen Welt. Und ich stecke, wider Erwarten, nochmals mitten drin. Kein Sekunde habe ich gezögert, als mich die Deutsche Triathlon Union eingeladen hat, dort nochmals am Start zu stehen.
Da sich mein Training noch nicht grundlegend geändert hat und ich auch auf den kurzen Distanzen noch schnell bleiben darf, ist es für mich super dadurch noch einen Fuß in der Tür zu lassen und nochmal ein paar Weltcup Pünktchen zu sammeln.
Ich freue mich riesig, alle bekannten Gesichter wieder zu treffen und bei dem Sprintrennen am Samstag alles zu geben.


08.07.2013
Früher Vogel...

….fängt den Wurm. Früher Wurm wird vom Vogel gefangen? Wie man es dreht und wendet, ganz egal, irgendwie stimmt beides.
Nur gestern....da war ich gerne der frühe Vogel. Wenn man Sonntag morgens um 10:30 Uhr bereits 2 Einheiten und 3:30 Stunden Training hinter sich hat, dann klingt das zugegebenermaßen etwas verrückt aber das sind wir ja alle ein bisschen und deshalb war es ganz cool. Noch vor dem Startschuss des Ironman in Frankfurt war ich beim Auftaktlauf. Als die Jungs und Mädels dort aufs Rad sprangen saß ich gemütlich bei eine Tasse Kaffee und schwang mich dann kurze Zeit später ebenfalls auf meine Draht äh Carbonesel.
Warum das alles? Gartenfest! Gestern fand das alljährliche, traditionelle Gartenfest von meiner Familie statt und dafür lohnt es sich ganz gewiss früh auf zu stehen. Der Wettergott ließ uns nicht im Stich und wir hatten einen sehr schönen Sonntag mit vielen netten Freunden und Verwandten und die Energiespeicher sind jetzt auch wieder voll ;).


25.06.2013
Heilbronn

Was für ein Triathlon Sonntag! Das Wetter zwischen Regen, Sturm und zum Schluss strahlendem Sonnenschein, die Zuschauer zahlreich und in bester Stimmung, die Atmosphäre grandios!
Um 9:25 Uhr fiel der Startschuss und es ging los auf die 2km Schwimmen, 70km Rad fahren und 15 km Laufen. Neckar aufwärts, erst gegen die Strömung, dann nach dem Wendepunkt mit rasender Geschwindigkeit zurück. Ich hatte einen guten Wasserschatten und schnelle Arme und stieg als Erste aus dem Wasser. Auf dem Rad trotze ich zunächst dem Regen und hatte dann ziemlich mit dem starken und böigen Wind zu kämpfen. Meine Beine waren super aber ich glaube, ich habe noch nie so oft wie am Sonntag zu mir selbst gesagt „konzentrier dich, Svenja“, denn die Gefahr einfach mal so vom Wind in den Straßengraben geworfen zu werden war außerordentlich hoch.
Ich kam heil auf die Laufstrecke und erhielt nach einigen Kilometern die Information wie es um meinen Vorsprung stand. 12 Minuten, ich blieb trotzdem voll und ganz bei der Sache, nahm zwar die Stimmung an der Strecke auf aber konnte erst die letzten drei Laufkilometer so richtig genießen.


18.06.2013
Ausschlafen...

...war heute angesagt. Ich befinde ich mich in der Vorwettkampfwoche (vor Heilbronn) und werde nun alle meine Kräfte sammeln. In letzter Zeit bin ich ziemlich oft sehr früh aufgestanden nur heute hatte ich mir so richtiges Ausschlafen vorgenommen, so richtig bis in den Vormittag hinein, noch etwas im Bett rumgammeln und dann mit vollem Elan in den Tag hinein...traumhaft!
Dieser Traum endete jäh, als es um 6:00 Uhr an der Tür klingelte und die nette Dame der Dopingkontrolle davor stand. Naja, früher Vogel fängt den Wurm, es ist ja ein schöner Sommertag und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, dann werde ich eben morgen mal ganz lange Ausschlafen!


11.06.2013
Zug nach Freiburg

Von Tübingen über Stuttgart Vaihingen nach Zug und später dann wieder gen Norden nach Freiburg düste ich Samstag mit meinem Auto. Am Samstag vormittag leitete ich einen tollen und auch für mich sehr interessanten Workshop über Grenzerfahrungen im Sport im Waldheim Vaihingen und machte mich danach auf den Weg in die Schweiz um dort abends in Zug beim Zytturm Triathlon, ein Doppelsprint Rennen zu starten, Der Wettkampf war kurz, schnell und dementsprechend hart aber da ich auf der letzten Laufrunde Daniel Ryf noch abschütteln konnte mit einem ersten Platz sehr erfolgreich. Wir lieferten uns ein spannendes Rennen und die Stimmung und Atmosphäre in der idyllischen Altstadt von Zug bringt einfach eine tolle Stimmung und viel Spaß. Spät abends begaben wir uns noch auf den Weg nach Freiburg, wo ich diese Woche für einen umfangreichen Trainingsblock bin.


05.06.2013
Gardasee

Nach einem erfolgreichen Triathlon Wochenende in Dunkerque mit meinem französischen Team, verbrachte ich die letzte Woche mit meiner Schwester und unseren Freunden am Gardasee.
Wie wunderbar es ist, einfach nur ein paar Tage "Urlaubsluft" zu schnuppern! Das heißt bei mir zwar zur Zeit doppelt so viel wie zu Hause zu trainieren aber alleine das Leben auf dem Campingplatz und der Urlaub der anderen lassen mich schon relaxter an die Sache ran gehen. Ich habe dort viele Radhöhenkilometer gesammelt, technische Tricks beim Mountainbikeabfahrten mit dem Rennrad herunter balancieren gelernt, hohe Berge erklommen und paradiesische Örtchen entdeckt. Da das städtische Hallenbad super zum Trainieren ist und man überall auf der Welt laufen kann, kamen natürlich auch die anderen beiden Disziplinen nicht zu kurz, genauso wie Pizza essen und Eis schlemmen.
Nun bin ich zu Hause in Tübingen und nächste Woche freue ich mich schon auf einen Trainingsblock in meiner alten Heimat Freiburg!


23.05.2013
Frühsport

Es mag sich verrückt anhören, ist es auch, aber ich war heute um 7 Uhr bei 6 Grad Außentemperatur im Freibad schwimmen. Um 6:30 habe ich, angezogen als wolle ich den Mount Everest besteigen, das Haus verlassen und bin mit dem Rad ins Freibad gedüst. Dort standen um diese Zeit schon einige Fahrräder auf dem Parkplatz, bestimmt vom Personal dachte ich, denn ehrlich gesagt glaubte ich, ich sei bei diesen frostigen Temperaturen die einzige.
Da hatte ich mich aber getäuscht. Als ich das Bad betrat kamen mir tatsächlich schon Leute entgegen, die es schon wieder verließen. In der Umkleide unterhielten sich einige Damen, das Schwimmen sei ja so "herrlich" gewesen. "Crazy", dachte ich mir nur und zog meinen Neo an, flitze schnurstracks zum Becken, sprang hinein und bewegte mich so schnell wie möglich um warm zu werden. Bei der ersten kurzen Pause schaute ich mich im Becken um, ich war die Einzige...mit Neo! Dazu muss man sagen, dass das Tübinger Freibad bekannt ist für seine eher kühlen Wassertemperaturen. Dieses Jahr ist es aber besser.....23 Grad. Naja, ein Whirlpool ist es leider noch nicht, aber trotzdem gut zum Schwimmen...mit Neo....auch bei 20 Grad Außentemperatur.
Heute konnte ich verstehen, dass mir meine Freundin, die als Schwimmerin jeden Neoprenanzug ablehnt, abgesagt hatte und ich zog ohne viele Pausen einsam meine Bahnen. Neben mir im kleinen Becken fand die 7 Uhr Wassergymnastik statt, heute nur von zwei sportlichen Herren besucht.
"Herrlich" war es dann erst, als ich nach 1 1/2 Stunden unter der heißen Dusche stand und ein nettes Schwätzchen mit Andrea Feil von Ultra Sports hielt. "Crazy" war es dann erst wieder mittags als ich die schon weggepackten Handschuhe zum Rad fahren raus holte aber nach zwei Stunden kam irgendwann die Sonne raus - HERRLICH.


17.05.2013
Stand der Dinge
Endlich wieder Training!
Ich habe meine Ruhewoche letzte Woche sehr genossen und mich gefreut Zeit für Familie und Freunde, zum Lesen und kreativ sein zu haben. Aber jetzt reicht es auch mit dem Faulenzen. Anfang der Woche war ich in Belgien bei Bioracer und habe einen maßgeschneiderten Wettkampfanzug bekommen. Es war wirklich interessant wie dort produziert wird: Damen die an Nähmaschinen sitzen und jeden Anzug und jedes Trikot von Hand zusammen nähen. Daneben eine Frau die die unterschiedlichsten Stoffe zuschneidet, und riesige Druckmaschinen, um die Stoffe zu bedrucken. In der Design Abteilung durfte ich selbst aktiv sein und meine neuen Trikots werden jetzt bald genäht.
Den Rest der Woche verbringe ich zu Hause. Das Tübinger Freibad ist mit Neo sehr gut zum Schwimmen und für die anderen beiden Disziplinen wünsche ich mir vor allem für den Sonntag ein bisschen mehr Sonnenschein, denn da fahre ich die Strecke des Citytriathlon Heilbronn ab.


10.05.2013
St. George
Sorry fürs Rumheulen - manchmal sollte man seinen Freunden und dem "alten Trainer" eben doch von Anfang an Glauben schenken.
Enttäuscht, traurig oder wütend über den verlorenen Sieg war ich eigentlich nur kurze Zeit nach dem Zieleinlauf. Jetzt überwiegt die Freude über den zweiten Platz und die Bestätigung der Leistung von San Juan und vor allem die Gewissheit dass ich am Samstag alles gegeben habe. Mehr war definitiv nicht drin und nach drei Wochen Laufpause wegen einer kleinen Verletzung am Knöchel kann ich durchaus zufrieden sein.
Nach einer eiskalten Schwimmerei, die mich in der Wechselzone 30 Sekunden kostete, da ich mit meinen frostigen Händen den Helm nicht zu bekam und mich außerdem bis Meile 30 auf dem Rad meine Zehen nicht spüren ließ, konnte ich mich nach einer kurzen Aufholjagd auf dem Rad nach vorne absetzten. Der Vorsprung auf die spätere Gewinnerin Meredith Kessler und Annabell Luxford beim Wechsel auf die Laufstrecke betrug 4:30 Minuten. Bis zur Hälfte der Laufstrecke schrumpfte dieser Puffer nur gering, aber dann bekam Meredith wohl die zweite Luft oder ich vielleicht auch ich einfach immer schwerere Beine und sie konnte mich zwischen Meile 10 und 11 überholen. Ihr aufmunternder Kommentar "good job, girl" gab mir leider auch keine zusätzliche Energie und ich musste sie ziehen lassen. Der Weg zum Ziel war dann gefühlt auch noch ziemlich lang und ich war überglücklich dieses als Zweite zu erreichen.
Die Teilnahme an der 70.3 Weltmeisterschaft und Las Vegas ist mit diesem Ergebnis recht nahe gerückt und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit meiner Gastfamilie im September.


02.05.2013
Heilige Kuh...
...ich komme gerade von der Streckenbesichtigung zurück. Das wird ein Spaß am Samstag! Gerade bin ich noch etwas geflasht aber es hilft alles nichts, da müssen alle durch. Zugegebenerweise, ich hätte mich wohl auch etwas früher informieren können, bevor ich mich für dieses Adventure Race angemeldet habe, jetzt ist alles zu spät. Ich weiß nun, was mich am Samstag erwartet und habe noch zwei Tage Zeit, um mich psychisch und physisch auf diese Herausforderung vorzubereiten. Um 7 Uhr werden wir in ca 15 Grad warmes (kaltes) Wasser springen, dann einige Höhenmeter auf dem Rad und enorm viele beim Laufen zurücklegen. Unsere Fahrt mit dem Auto heute sah einen Stop beim Kaffeeladen vor, ich denke der wird am Sonntag ausbleiben, aber gut ich habe dann ja Proviant auf dem Rad dabei.
Klingt nach einer krassen Sache, ist es auch. Aber eigentlich handelt es sich nur um den 70.3 in St. George / Utah. Da sind schon einige auf der doppelten Distanz lebend wieder herausgekommen, ich bin mir sicher, ich schaffe das ;).


29.04.2013
St. Anthony's Triathlon
Gestern kam ich nach 2 Stunden und 10 Sekunden als vierte beim St. Anthony's Triathlon ins Ziel. Angesichts der starken Konkurrenz bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und nehme Eindrücke einer tollen Veranstaltung und sportbegeisterten Amerikaner mit nach Hause.
Nach einer soliden Schwimmleistung in der sehr welligen Bucht von Tampa kam ich unter den Top Ten aus dem Wasser und arbeitete mich bis zur Meile 5 auf Platz 3 auf dem Rad vor. Auf dieser Position konnte ich auf die Lauftsrecke gehen und ließ mir dort bei der Hälfte von Emma (Moffat) den Platz auf dem Treppchen nehmen.
Nun sitze ich bereits um 5 Uhr morgens am Flughafen und reise heute nach St. George wo mich bereits am nächsten Samstag das nächste Rennen erwartet und ich mich schon auf das "etwas längere Format" freue.


22.04.2013
Sonnenwoche
Pünktlich zum Wetterumschwung bin ich abgeflogen und schreibe diese Zeilen bereits aus St. Petersburg in Florida.
Hier ist es für mich nun weiterhin warm und sonnig und von der Veranda meiner Gastfamilie kann ich mal wieder einige Kleinigkeiten über das wunderbare Leben notieren. Die Woche vor dem Abflug ist meistens recht hektisch, da mir jedes Mal auf einmal tausend Dinge einfallen, die noch unbedingt erledigt werden müssen. Dazu kam das Training und diese Woche noch ein kaputtes Fahrrad sowie einige Besuche beim Physio, da meine Wade gerade etwas zwickt. Trotzdem gab es jeden Tag mindestens eine Sache, die mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte und über die werde ich nun nachdenken.
Am Montagabend kamen Freunde spontan zum Grillen, die erste "Grillparty" im Freien. Dienstag durfte ich, nachdem mich Tags zuvor die nette Dame der Dopingkontrolle geweckt hatte, ausschlafen und beim Öffnen der Rollläden schien mir direkt die Sonne in die Augen - Frühstück im Garten. Mittwoch Abend, während des Schwimmtrainings gucke ich immer wieder aus dem Fenster und freue mich darauf, nach dem Training auf der Terrasse des Restaurants gegenüber des Hallenbades mitten in der Stadt mit einer Freundin Abend zu essen. Donnerstag fällt mir der Magnolienbaum in Nachbars Garten auf und erinnert mich an meine Kindheit, in der meine Mum beim Anblick von Magnolienbäumen vor Entzückung fast ausrastete - mittlerweile tue ich es ihr gleich ;). Freitag, meine Schwester hat ihr letztes Examen, ich bin ganz aufgeregt, hole sie ab und wir haben einen sehr freudigen und schönen Tag. Samstag, ich sitze im Zug an den Frankfurter Flughafen und denke an meine Oma, die mir am Freitag noch einschärfte, "genieße das Reisen, so lange du es noch kannst....". Also mache ich das, den auf Omas sollte man sich ja bekanntlich hören. Sonntag, ich wach nach 12 Stunden Schlaf auf und freue mich über die Sonne vor dem Fenster und den leckeren Espresso zum Frühstück.


16.04.2013
Wallisellen
Sommer, Sonne, Wallisellen.....
Ich habe diesen Ort noch nie dunkel und trüb erlebt und hatte auch dieses Jahr wieder ein sehr schönes Triathlon-Wochenende dort. Ich freue mich nicht nur über meinen Sieg, sondern habe es auch genossen, dort den Großteil meiner Freiburger Triathlonfamilie mal wieder getroffen zu haben.
Nach einem etwas von mir verpennten Start, kam ich mit ca. 10 Sekunden Vorsprung aus dem Wasser, baute den Vorsprung auf dem Rad auf 90 Sekunden aus und konnte mit der schnellsten Laufzeit des Tages meinen dritten Sieg in Wallisellen feiern.
Nun bin ich eine Sommerwoche in Tübingen und breche am Samstag nach Amerika auf. Dort werde ich den 5150 in St. Anthony/Florida und eine Woche später den 70.3 in St. George/Utah machen.


12.04.2013
Was am Wochenende wichtig wird...
Nach einer Entlastungswoche werde ich morgen, am Samstag, beim StartUp des Post SV Tübingens mit dabei sein. Ich freue mich schon auf eine kleine Laufrunde im Wald mit viele neuen Gesichtern bei hoffentlich sonnigem Wetter.
Direkt danach werde ich nach Wallisellen in der Schweiz fahren, dort findet am Sonntag der 4. Glatt Walliseller Triathlon statt. Ein Sprintrennen, mit 600m Schwimmen im Hallenbad, 15 km Rad fahren und 4 km laufen. Bis auf letztes Jahr war ich bei allen Ausführungen mit dabei und freue mich schon wieder auf die schöne Atmosphäre und tolle Stimmung dort.


31.03.2013
Frohe Ostern
Es schneit! Das kann doch nicht wahr sein.....
Dieses Jahr haben wir uns dazu entschlossen über Ostern zu Hause zu bleiben. Am Freitag sind wir bei Sonnenschein und Plusgraden(!) sehr schön Rad gefahren, gestern saß ich allerdings schon wieder auf der Rolle und heute am Ostersonntag warten wir darauf, dass es aufhört zu schneien - mal schauen was der Tag noch bringen wird.
Gestern Abend haben wir immerhin unseren Grill schon mal eingeweiht, "....Sommer ist, was in deinem Kopf passiert...." :).


19.03.2013
San Juan
Juhu, der Einstieg auf die Mitteldistanz ist mir gelungen! Platz 2 beim 70.3 Rennen in San Juan.
Mit einer Portion Ungewissheit ging ich an den Start - ich war ganz gespannt aufs Schwimmen, freute mich auf Rad fahren und beim Gedanke an die Laufstrecke dachte ich mir, "das werde ich dann auch noch schaffen".
Als um 6:50 der Startschuss ertönte war es zum Glück gerade hell geworden und wir wurden als ca 20 köpfiges Frauenfeld ins Rennen geschickt. Im Gegensatz zu dem Geprügel das einen auf der Olympischen Distanz nach dem Startschuss im Wasser erwartet, war das Schwimmen sehr friedvoll. Nach dem Wechsel auf das Rad ließ ich die ersten 25 km erstmal gemütlich angehen und hielt mich bei den anderen auf, da ich nicht so genau einschätzen konnte wie hart ich die 90 km an gehen kann. Irgendwann dachte ich mir aber, "Svenja das ist ein Rennen und keine Kaffeefahrt" und gab Gas um Helle Fredrikson einzuholen, die uns schon beim Schwimmen einige Sekunden gegeben hatte.
Gemeinsam gingen wir auf die Laufstrecke aber schon bei der ersten Verpflegungsstelle nach ca 1 Meile war Helle einen Schritt schneller als ich und ich musste sie langsam davon laufen lassen. Selbst hatte ich dann auf der Laufstrecke ganz schön mit mir zu kämpfen. Ich fühlte mich so langsam dass ich dachte "Stöcke wären meinem Tempo jetzt eher angemessen" aber die Beinchen konnten nicht schneller. Zum Glück meinte mein Trainer, es sei gut so und ich solle einfach weiter laufen, Schritt für Schritt. Eine Zuschauerin rief mir zu "patient" und "Geduld" war genau das Wort, das mich bis ins Ziel rettete.
Dort freuten Helle und ich uns rießig, dass wir den Longos gezeigt haben wo der Hammer hängt!


14.03.2013
San Juan
In 3 Tagen ist es so weit! Mein erster Wettkampf in dieser Saison und mein Debüt in der 70.3 Serie.
Seit Samstag in ich in San Juan/ Puerto Rico und bereite mich auf dem Wettkampf vor.Das Gewässer der Schwimmstrecke habe ich schon getestet - flach ;) eine Lagune umgeben von Hotels und mitten in der Stadt. Die Wechselzone wird im Stadion sein - eine Nummer größer als bei der Olympischen Distanz. Die Radstrecke ist ebenfalls flach - Küstenstraße eventuell etwas windig aber mit insgesamt 100 hm auf 90 km sehr gediegen und einladend um die Aerodynamik meiner Zeitmaschine und mir zur unter Beweis zu stellen. Das abschließende Laufen ist mitten in der Altstadt und hat einige Rampen drin, die ganz schön weh tun werden.
Trotzdem freue ich mich sehr auf den Wettkampf und bin gespannt was mich erwartet!


01.03.2013
Zeitfahrmaschine
Gestern habe ich mein erstes Zeitfahrtrainining auf der Rolle absolviert und bin mit meiner „maschiiiine“ in der Zeit umher gesurft ;). Beim Blick aus dem Fenster schmilzt der Schnee, es wird auf einmal Frühling. Ich bin guter Dinge dass der „Streeemi“ am Wochenende mal Auslauf bekommt.
Der Olympiasoundtrack aus vergangener Zeit spielt, „ we have to go faster, faster, faster than lightning“. Gesagt getan, klein machen und drücken, drücken, drücken. Der Fernseher geht nicht, in welcher Zeit bin ich gelandet?....egal es geht auch ohne, eine Stunde Rolle rollt immer und da ich die Maschine sowie so noch etwas anpassen muss wird es mir auch nicht langweilig.
Gedanken weit zurück an meine erste Mitteldistanz. Immenstadt. Was fuhr ich da für ein Rad? Ein altes ausrangiertes von meinem Freund, hatte immerhin schon Schalthebel und nicht wie mein erstes Rennrad eine Rahmenschaltung. Trotzdem verfluchte ich am ersten Berg denjenigen, der mir diesen Wettkampf mit dem Worten „Immenstadt ist sehr bergig, das liegt dir“ empfohlen hatte. Recht sollte er behalten. Nach 20 Laufkilometern und 300 Metern auf der Bahn im Stadion, die ich damals richtig verfluchte, kam ich auf Platz 3 ins Ziel.
Wie wird wohl der Wettkampf in 2 Wochen? Flach beim Rad fahren, anspruchsvoll beim Laufen. Ich glaube das liegt mir ;). Fest steht, ich freue mich!


09.02.2013
Fuerteventura
Zum ersten Mal in meinem Triathletenleben bin ich zum Trainieren auf Fuerteventura und habe mich nach einer Woche an die Tücken der Insel gewöhnt. Mittlerweile kann ich hier sehr gut trainieren, habe allerdings während meiner ersten Radausfahrt zugegebenermaßen ziemlich geflucht.
Wind von vorne, von der Seite, kein Baum weit und breit und um sich den Folgen des Kaffees zu entledigen, wahnsinnige Wachhunde, alles braune Wüste, keine Sonne - wo war ich hier gelandet, dachte ich mir: Fuerte
ABER: man kann das ja auch alles als gut erachten. Gegenwind macht hart und schnell und wenn man ehrlich ist, dann kommt der gleich Wind zur gegebenen Zeit auch von hinten, das macht ebenfalls schnell ;). Bäume zum pinkeln sind sowieso unwichtig, denn alte verlassene Steinhäuser in der Landschaft tun es auch und man sollte ja eh nicht so viel Kaffee trinken. So eine Hundeattacke ist eine einmalige Adrenalinspritze und verhilft zu ungewollten Sprintkilometern. Mittlerweile scheint auch wieder die Sonne und nach einigen Stunden zwischen verschieden Brauntönen scheinen die purpurfarbenen Blumen an den Häusern umso schöner.
Also alles halb so schlimm, zudem bin ich umringt von vielen netten Menschen und fühle mich sehr wohl.


25.01.2013
Blitzeis...
...die blitzschnelle Entschleunigung. So widerfuhr es mir zumindest am Sonntag, der eigentlich ein ganz normaler Trainingssonntag werde sollte. Durchgetaktet. Wecker klingeln, aufstehen, anhand der Wetterlage entscheiden ob Langlaufen oder Schwimmen. Wenn A, dann viel Frühstück und etwas später los, wenn B, dann kurzes Frühstück und schnell los. Mittags im Falle A Laufen gehen, im Falle B Rolle fahren und ein Koppelläufchen. Abends was schönes – Musical.
So kam es aber nicht, denn die Natur wollte, dass man im Haus bleibt. Zwar hatte der Ein oder Andere versucht zum Bäcker zu gehen und wir konnten beobachten, wie munter auf der Straße rumgerutscht wurde - aber das Auto, so beschlossen wir, blieb in der Garage. Also erstmal weder Plan A noch Plan B, denn einen Blitzeisplan gab es nicht. Nur noch einen zweiten Kaffee und etwas Indoorsport auf der Gymnastikmatte im Wohnzimmer. Erst als dann die Sonne die Welt etwas erwärmt hatte, konnten wir uns dann doch noch ins Freie wagen. Plan C war dann ein ausgiebiger Langlauftag nach dem wir so erschöpft waren, dass wir nicht mal mehr ins Musical konnten.


08.01.2013
Grüße aus Palamós
Nach einigen Trainingswochen ist es mal wieder Zeit für ein kleines (sportliches) Update. Ich bin zur Zeit im Trainingslager und genieße es hier in Palamós an der Nordost Küste Spaniens mit Freunden meinen täglichen Aufgaben nach zu kommen und merke und wie der Druck auf dem Rad nach und nach zunimmt. Das Schwimmen läuft zur Zeit recht ordentlich, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mich in meiner neuen Schwimmgruppe in Tübingen anfangs nicht von meiner schwachen Seite zeigen durfte und in den ersten Wochen einfach immer hinterher gebolzt bin. Mittlerweile hat sich das aber ausgezahlt und nun bin ich gerade daran, auf dem Rad Kilometer zu sammeln und Kraft zu entwickeln. Dafür gibt es hier in der Gegend den ein oder anderen ansprechenden Berg.
Die dritte Disziplin wird natürlich auch nicht vernachlässigt. Bei langen Läufen mache ich die Küste und bei Motorik-Einheiten die Strandpromenade unsicher und gestern mit den Jungs im Kraftraum war ich beim Bankdrücken Gewinner der Frauenwertung ;).


01.01.2013
Gutes Neues
Das Jahr 2012 ist zu Ende und es ist Zeit, einige Ereignisse einmal Revue passieren zu lassen. Ganz sportlich betrachtet bin ich nur halb zufrieden. Mein großes Ziel, die Teilnahme an den olympischen Spielen, habe ich zwar erreicht, die anderen Wettkämpfe mussten allerdings etwas darunter leiden.
Wenn ich mir mein 'Londonolympiafotoalbum' ansehe, in dem auch Fotos des Qualifikationsrennen im Mai in Madrid sind, dann kommt bei diesen Bilder immer das beste Gefühl auf. Die große Freude und Erleichterung nach dem Rennen und dann die Vorfreude auf London. Anschließend die Vorbereitung auf das Highlight des Jahres, die Konzentration auf dieses eine Event und das nicht so zufriedenstellende Ergebnis.
Trotzdem bleibt mir dieses Ereignis wohl immer in Erinnerung und jetzt im Nachhinein kann ich mich auch immer wieder richtig darüber freuen und Kraft daraus schöpfen.
Ich danke allen meinen Sponsoren und Ausrüstern, meiner Familie und Daumendrückern, meinen Freunden und meinem Team und von ganzem Herzen für den Rückhalt und die ständige Unterstützung! Auch wenn der Sport, nicht nur in diesem Jahr, natürlich immer an erster Stelle steht, so passiert doch nebenher auch immer noch einiges. Nach einer sehr erholsamen Saisonpause in Neuseeland bin ich Ende des Jahres mit meinem Freund zusammen nach Tübingen gezogen. Wir genießen es nun, nach vielen Jahren Fernbeziehung einen gemeinsamen Alltag zu haben und vor dem Wochenende nicht immer im Auto zu sitzen.
Jetzt freue ich mich sehr auf die neuen Herausforderungen die 2013 auf mich zu kommen und wünsche allen das Allerbeste fürs neue Jahr!


20.12.2012
80x100m...
...aber nur die abgeschwächte Form 8x10x100m mit verschiedenen Aufgaben. Trotzdem stieß mein Kommentar nach 5,5 Kilometern "nur noch 2500m..." auch bei meinen Teamkollegen nur auf ein müdes Lächeln. Ich glaube den lieben Schwimmerlein ging es auch nicht viel besser als meinen Ärmchen. Aber alles geht einmal zu Ende und ein schönes Ende hatte mein Abend auch noch. Als ich danach bei einer Freundin eintraf stand das fertig gekochte Essen schon auf dem Tisch und die Tasse Glühwein zum Dessert färbte die Welt schon wieder rosarot. Denn es sind nur noch wenige Tage bis Weihachten!
So viele Plätzchen wie dieses Jahr habe ich glaube ich schon lange nicht mehr gegessen. Aber so ist es eben wenn man den Advent zu Hause verbringt. Dafür war ich letzte Woche zwei Mal wunderschön auf der Alb zum Langlaufen und habe als geborenes Winterkind den Schnee genossen.
Ich wünsche allen friedvolle Weihnachten und erholsame Feiertage!


06.12.2012
Sonnenblumen, Schokoladenmarkt und Ski fahren
Diese drei Wörter beschreiben meine vergangenen Wochen am besten. Letzten Dienstag haben wir in Freiburg in meiner WG ein Sonnenblumenfest veranstaltet, mit dem Motto „Sonnenblumen für alle“. Ich muss zugeben beim ausmisten meines Kleiderschranks vor dem Umzug sind mir ganz schön viele Kleidungsstücke zu diesem Thema in die Hände gefallen. ;)
Die WG Zeit in Freiburg ist damit vorbei. Zwar hat mich der Gedanke „sesshaft zu werden“ am Anfang irgendwie bedrückt aber jetzt lebe ich mich ganz gut in meinem neuen Heim ein. Ich genieße es in der Vorweihnachtszeit mal wieder zu Hause zu sein. Heute früh konnte ich beim Frühstücken den Schneeflocken zusehen und als dann noch die Sonne rauskam war der Tag perfekt. Gerade waren wir auf dem Schokoladenmarkt in der Tübinger Altstadt und haben dort die Vielfalt der Sorten, Arten und Formen der „Schokoladenkunst“ bestaunt und gekostet.
Morgen fahren wir über das Wochenende zum Langlaufen, es ist nun also ganz der Winter eingekehrt.


21.11.2012
News
Seit vorgestern bin ich Tübingerin und wohne nun nach vielen Jahren endlich mal mit meinem Freund zusammen. Freiburg ist damit nicht aus der Welt, viele Freunde und mein Trainer Lubos sind immer noch dort, aber ich werde dort im kommenden Jahr nur noch meine wichtigen Wettkampfvorbereitungen machen.
Alles neu...
....ich habe mich dazu entschlossen, nächstes Jahr meinen eigenen Weg zu gehen. Das heißt dass ich im nächsten Jahr nicht mehr in der ITU Serie starten werde und damit auch nicht das Ziel Rio 2016 verfolge. Ich werde mich auf die längeren Distanzen spezialisieren - das wird nächstes Jahr zunächst die Mitteldistanz sein, aber auch immer noch olympische Distanzen allerdings ohne Windschatten fahren. Ganz durchgeplant ist die kommende Saison noch nicht, bis jetzt stehen ein paar Rennen der 70.3 Serie sowie der 51.5 Serie auf dem Programm.


12.11.2012
WM-Finale
Zwar sehr spät aber nach meiner Rückkehr aus Neuseeland noch ein paar Worte zum WM-Finale in Auckland vor drei Wochen.
Ich hatte mich im Vorfeld dazu entschlossen Anne (Haug) bei ihrem Vorhaben eine Medaille in der Gesamtwertung zu erringen zu unterstützen und unser Plan ging auf. Nach einer guten Schwimmleistung kam ich in der ersten Gruppe aus dem Wasser, wartete auf Anne und übernahm die Führungsarbeit der Verfolgergruppe. In der dritten Runde waren wir so nahe dran, dass Anne nach vorne fahren konnte. Mit einer guten Laufzeit und einem Sprintfinish belegte ich am diesem Tag Platz 20 und bin in Gesamtwertung auf Rang 36.
Diese Saison war einfach von dem einen großen Ereignis Olympia geprägt. Die Fokussierung auf das Qualifikationsrennen in Madrid im Mai, dann ein kurzes Luftholen und die Vorbereitung auf London. Ich habe gemerkt wie anstrengend es ist sich voll auf ein Event zu konzentrieren, vor allem mental hat mich das ganz schön ans Limit gebracht. Auch wenn ich natürlich mit dem Ergebnis an diesem einem Tag nicht zufrieden bin und mir mehr vorgenommen hatte, so bin ich doch in gewisser Weise stolz darauf was ich dieses Jahr erreicht habe.


10.10.2012
Takapuna
12 Flugstunden von Tokyo nach Auckland und seit einer Woche sind wir jetzt schon in Takapuna, ein Teil der Millionenstadt Auckland. Diese ist auf über 50 Vulkanen erbaut und dementsprechend abwechslungsreich und herausfordernd zum Rad fahren und Laufen ;).
Zwar mussten wir uns die ersten Tage erst etwas orientieren und hineinfuchsen aber mittlerweile sind wir schon fast locals und fühlen uns richtig wohl. In unserer gerade noch ganz kleinen Gruppe und alles ist sehr gechillt. Die Highlights unseres neuseeländischen Sportlerdaseins in der letzten Woche waren am Samstag eine Radausfahrt mit der heimischen Radelite und am Montag eine überkrasse Schwimmeinheit im Meer.
Bei der Radtour handelte es sich um eine Ausfahrt der hiesigen Hobbyradlern, die uns die Schönheit des Umlands zeigten, gespickt von ständigen Antritten vor internen Sprintwertungen. Die Menschen sind einfach überall gleich, bei uns wären das die Ortschildsprints aber die gibt es hier nicht. Unsere Openwater Einheit sollte die erste Gewöhnung an die Wassertemperatur beim Wettkampf sein und bei mir bleibt es wohl auch bei dieser einen Gewöhnung. 14,8 Grad erzählte uns das Internet im Nachhinein. Da ist es kein Wunder, dass ich die ersten 5 Minuten ständig dachte das gehe keinen weiteren Armzug mehr. Erstaunlicherweise gewöhnt man sich an fast alles und wir überkrassen Helden ;) Gregor (Buchholz) und ich kämpften uns ganze 46 Minuten durch die Wellen. Glücklicherweise kam während dessen auch die Sonne raus, sodass wenigsten in der Luft ein bisschen Sommerstimmung herrschte.
Nun sind es noch ungefähr 10 Tage bis zum Grand Final, die Vorbereitungen laufen....


03.10.2012
Yokohama
Beim vorletzten Rennen der Saison im japanischen Yokohama holte ich mir am Samstag Platz 19.
Das ist kein optimales Ergebnis, aber ganz unzufrieden bin ich auch nicht. Beim Schwimmen lief es gut, ich konnte das hohe Anfangstempo gleich mitgehen und verließ auf Rang 10 das Wasser. Damit war ich zu Beginn des Radfahrens gleich in der Spitzengruppe, hier verhielt ich mich ruhig um mich auf die abschließenden 10 Laufkilometer zu konzentrierten. Diese waren zum Ende hin zwar ziemlich hart aber mit einer Zeit von 35:28 Min. im grünen Bereich.
Nun schaue ich guten Mutes in Richtung WM-Finale, das in zweieinhalb Wochen im neuseeländischen Auckland ausgetragen wird.


24.09.2012
Saisonfinale
Die letzte Reise in diesem Jahr geht los. Die Taschen sind für das WTS Rennnen in Yokohama, drei Wochen Wettkampfvorbereitung vor dem Grand Final in Auckland und den anschließend Urlaub mit meinem Freund in Neuseeland, gepackt.
Ich habe mich in den letzten Wochen nochmal konzentriert und auf die beiden Events hingearbeitet. Jetzt werde ich mal auf mich zu kommen lassen, was mir der Jahresabschluss so bringen wird.


12.09.2012
Sonnensonntag
Unser Wochenende in Freiburg fiel mal wieder unter die Kategorie "wie schön ist das Leben" und da sich der Herbst ja nun ankündigt dachte ich, ich schreibe mal noch eine kleine Sommergeschichte auf. Samstags Morgen war ich schwimmen. Statt der geplanten 15x 200m GA 1/2 hatten wir eine lustige Schwimmeinheit im warmen Sprungbecken, da der Staubsauger das 50m Becken gereinigt hat. Danach war ich mit meinem Freund sehr schön in der Altstadt Kaffee trinken, wir saßen ewig in der Sonne und haben den Sommer genossen. Anschließend stand noch eine kleine Radausfahrt auf dem Plan und ein langer Lauf in der Abendsonne. Zum Abendessen trafen wir uns mit Freunden in der Pfannkuchen Hütte und es gab Pfannkuchen mit Pfifferlingen - sehr lecker und zum krönenden Abschluss noch ein sommerliches Eis.
Am Sonntag brachte uns ein Auftaktlauf frische Brötchen vom Bäcker, der Obstsalat war auch schon geschnitten als ich heim kam und einem gemütlichen Frühstück konnte nichts mehr im Wege stehen. Anschließend schwangen wir uns auf die Räder und freuten uns mit Andi und Frank an der Natur, der Sonne und an der Bewegung. Nach einigen Höhenmetern, mehreren Stunden und vielen Kilometern versammelten wir uns bei uns im Garten und es gab erstmal Kaffee und Kekse. Doch damit nicht genug. Das nächste Event war ein sehr schönes und gemütliches Treffen mit einer Freundin auf der Wiese im Stadtgarten und ihren zwei gut gelaunten kleinen Zwillingsmädels, die fröhlich krabbelnd die Welt erkundeten. Abends saßen wir alle gemeinsam in der Küche und fieberten bei der Mitteldistanz WM in Las Vegas mit. Als Sebbi als erster ins Ziel kam war die Freude natürlich riesig groß und vielleicht wurden bei dem ein oder anderen von uns auch potenzielle Ziele für die nächsten Jahr gesteckt.


07.09.2012
Die kleinen Heldentaten des Alltags
Gestern abend kam ich nach einem langen Trainingstag in die Schwimmhalle zu meiner Schwimmgruppe und sehe 5,5 km auf der Tafel: Einschwimmen, 40x 100m, darunter 5x 100m Schmetterling, Ausschwimmen. An und für sich sind ja 100er nicht schlecht aber so viele und dann auch noch 1/8 davon Schmetterling. Naja dachte ich, da heule ich nicht groß rum, die Schwimmer beschweren sich ja auch nicht. Zum Glück stellte sich nach dem Einschwimmen heraus, dass das Programm auch für den Rest der Gruppe kein Zuckerschlecken war. So konnten wir 4400 Sekunden gemeinsam leiden, uns motivieren und immer mal wieder auch lachen. Wenn man so lange stur für sich hin schwimmt fällt einem ganz schön wirres Zeugs ein aber am Ende waren wir alle irgendwie kleine Helden.


30.08.2012
Freiburg
Nachdem ich das WTS Rennen in Stockholm wegen Krankheit absagen musste und noch ein erholsames Wochenende in Stuttgart mit Freunden und Familie verbracht habe, bin ich am Montag seit langem mal wieder ganz zu Hause in Freiburg gelandet. Nach einem kleinen Durchhänger genieße ich hier nun wieder die Sonne, das Training mit meiner Trainingsgruppe, die Stadt, die Leute und das Leben in der WG. Die Pläne für den Endspurt der Saison sind jetzt auch geschmiedet, ich werde am 29.9. in Yokohama starten, dann direkt nach Neuseeland fliegen und dort am 20.10. in Auckland beim Grand-Final an der Startlinie stehen.


20.08.2012
London und so
Ich glaube einen ausführlichen Rennbericht muss ich nach zwei Wochen nicht mehr abgeben, falls es doch noch jemanden interessiert, hier ist der Newsletter von London zu finden.
Trotzdem natürlich ein kleines Resümee nach ein bisschen Bedenkzeit ;). Leider ging mein Plan, den ich mir davor ziemlich fest in den Kopf gesetzt hatte, nicht auf. Ich wollte auf dem Rad weg kommen, um mit etwas Puffer auf die Laufstrecke zu gehen. Trotz einiger Attacken ist mir dies nicht gelungen, und total misslungen sind mir dann auch die abschließenden 10km. In der zweiten Runde hat sich mein Zwerchfell total verkrampft, ich habe keine Luft mehr bekommen und hatte fürchterliche Schmerzen im Bauch. Am liebsten wäre ich einfach stehen geblieben, aber das ist natürlich nie eine Option und so habe ich mich, eigentlich mehr im Wettkampf gegen mich selbst, und die vielen Zuschauer, Freunde und Bekannte ins Ziel getragen.
Trotz allem wird mir der Wettkampf aber bestimmt auch in guter Erinnerung bleiben. So ein Spektakel gab es glaube ich noch nie. 500 000 Zuschauer, eine bomben Stimmung und Gänsehautatmosphäre. Ich bin ins Wasser gesprungen habe mir nur gedacht "juhu, jetzt gehts los, jetzt ist Olympia".
Tja, und nun ist schon wieder alles vorbei. Der Traum ist wahr geworden und jetzt kann ich wieder neu träumen. Dafür hat mich mein Körper die letzten zwei Wochen ins Bett gezwungen. Mit ein paar Tagen Ausnahme um London und die olympischen Spiele zu genießen, war ich seit zwei Jahren das erste Mal wieder so richtig krank. Das ist natürlich immer sehr ärgerlich, aber gut man muss es nehmen wie es kommt, und jetzt hoffe ich dass ich für Schweden nächsten Wochenende wieder fit bin.


01.08.2012
Die Welt ist ein Dorf
Viele Grüße aus dem Olympischen Dorf! Seit 2 Tagen bin ich hier Anwohner und fühle mich richtig wohl. Zwar ist alles sehr faszinierend, beeindruckend und teilweise auch anstrengend (gestern z.B. haben wir 40 min gebraucht nur um mit dem Rad aus dem Dorf zu kommen), aber Teil der riesigen Sportlerfamilie zu sein ist auch ein tolles Gefühl. Nun werde ich mich die nächsten 2 Tagen noch etwas erholen und freue mich dann auf Samstag!


26.07.2012
Über Hamburg auf dem Weg nach London
Letzten Sonntag startete ich bei meinem Lieblings Weltcup in Hamburg, es war zugleich der Beginn einer Reise, die mich zum größten Sportereignis der Welt führen wird. Der letzte Formtest vor den Olympischen Spielen fiel positiv aus, auch wenn ich mit dem Ergebnis auf dem Papier nicht unbedingt zufrieden bin. Gerne hätte ich mich mit einer besseren Platzierung von Freunden, Fans und Zuschauern "verabschiedet".
Bei der 5. Etappe der Weltserie ging es am vergangenen Wochenende kräftig zur Sache. Hamburg erwartete uns mit einer einzigartigen Atmosphäre, einer beeindruckenden Zuschauerkulisse und bestem Triathlon-Wetter. Zwar wurden die Rennen auf der kürzeren Sprintdistanz (= 750m Schwimmen, 20Km Radfahren und 5Km Laufen) ausgetragen, trotzdem kam das Publikum bei packenden und rasanten Wettkämpfen voll auf seine Kosten.
Am Sonntagnachmittag säumten tausende Zuschauer das Ufer der Binnenalster und die Rennstrecken im Herzen der Hansestadt. Als ich nach 9:38 min aus dem 17 Grad kalten Wasser der Binnenalster stieg, ging ich im vorderen Drittel liegend auf die erste der vier zu fahrenden 5-Kilometer-Runden der Radstrecke. Der Wechsel aufs Rad lief nicht optimal. Es dauerte dennoch nicht lange, bis ich mich an die Spitze des Feldes vorgearbeitet hatte. Mit einer Rad-Zeit von 29:36 min beendete ich als neuntschnellste Fahrerin die 40 Kilometer und wechselte auf die Laufstrecke. Dieser Wechsel glückte mir noch weniger als der Erste. Ich fiel zurück und musste gleich zu Anfang viele Kräfte mobilisieren um mich an die angestrebte Top-Ten-Position zurück zu kämpfen. Das gelang mir trotz einer guten Zeit beim Laufen (17:04 min) nicht. Am Ende musste ich mich mit Platz 16 und einem Rückstand von 1:15 min auf die Siegerin Erin Densham (Australien) zufrieden geben.
In den verbleibenden Trainingswochen bis zu den Spielen werde ich meinen Fokus nochmal verstärkt auf die Wechsel legen. Dazu habe ich zur Zeit die Gelegenheit im Trainingslager mit der Nationalmannschaft in Kienbaum (bei Berlin). Wir sind hier im bestens untergebracht und haben die nötige Ruhe und passende Umgebung um uns auf den bevorstehenden Trubel vorzubereiten.
Am Montag, den 30. Juli werden wir nach London fliegen und im olympischen Dorf Quartier beziehen.


16.7.2012
Freiburger Laufnacht
Am Samstag Abend startete das „Dream-Team-Bürle-Haus“, mit Kathrin Müller, Chrissi Hettich, Henry Giesler und Svenja Bazlen vor heimischem Puklikum bei der legendären Freiburger Laufnacht. Für uns Mädels galt es, 4 km zu flitzen, die Jungs durften sich über 6 km beweisen. Um viertel vor 8 fiel der Startschuss. Schon nach ca 200m dachte ich mir, "oh je, so etwas bin ich ja noch nie gelaufen...4km Vollgas...".
Eigentlich hatte ich Zeitvorgaben für die einzelnen Kilometer aber Dank der Ungenauigkeit der GPS Technik bei Wendepunktstrecken, hielt mich das Gerät an meinem Arm ganz schön auf Trab, denn die Geschwindigkeitsanzeige stimmte natürlich hinten und vorne nicht. Naja, am Ende kann man eben doch immer nur auf seinen Körper hören, mein Körper und ich überquerten als erstes die Ziellinie, nur ganz knapp dahinter meine bessere Hälfte, Mitbewohnerin und treue Trainingspartnerin Kathrin alias Pünktchen.
Nach dem Männerrennen, aus dem Chrissi als strahlender Sieger hervorging und Henry sich wacker schlug, kehrten wir zum Speicher füllen in ein italienisches Restaurant ein und ließen den Tag bei der Siegerehrung ausklingen.


06.07.2012
Internationaler Tag des Kusses
Als ich diese Information am Freitag Nachmittag in der Zeitung las, überlegte ich mich postwendend, wie viele (symbolische) Küsse ich an diesem Tag erhalten hatte. Wenn man mal genauer nachdenkt, sind das ganz schön viele.....
Der Tag fing damit an, dass ich mich nach einigen Monaten mal wieder auf die Waage stellte – ein Mohrenkuss zum Kaffee vor meinem geistigen Auge ;).
Zweiter Tagespunkt Frühstücken. Alles wie jeden Morgen, keine Erdbeeren im Kühlschrank, also nur Banane und Apfel ins Ragout – kein Kuss. Oder doch! Noch eine Scheibe Honigbrot als Nachtisch, Dank einem meiner Mitbewohner, der zum Bäcker gefahren ist.
Lauftraining, 8x1000m auf der Bahn, eine Stunde und dreißig Minuten nasser Kussregen von oben. Naja, man nimmt es wie es kommt, in London regnet es vielleicht auch und ich bin jetzt vorbereitet – Kuss! Nach dem Lauftraining, der Sonnenkuss, perfekt zum Ausschwimmen im Freibad.
Mittagessen, Pesto Gnocci mit Pinienkuss, einfach aber immer lecker!
Danach ein Kuss von meinem Teddy. Ich war hundemüde und legte mich, entgegen meiner Gewohnheiten ein Stündchen ins Bett und schlief auch gleich ein.
Nach der Ruhephase: Einkaufen im Hofladen. Dank meines voll gefüllten Gemüsekorbs bekam ich an der Kasse einen extra Gurkenkuss von der Bäuerin. Wieder zu Hause, ein Stück Hefezopf als Mohrenkopfersatz vom Morgen und einen Herzkirschenkuss zum Kaffee.
Nachmittags, Behandlung von meinem Physio aus Stuttgart. Etwas schmerzhaft und deshalb eher kein Kuss aber da danach alles wieder rund läuft und nichts mehr weh tut, kann man auch die Behandlung als Kuss verbuchen.
Noch vor dem Abendessen, es klingelt an der Tür und mein Freund ist da. Der erste richtige Kuss an diesem internationalen Tag des Kusses.


30.06.2012
Sommer, Kitzbühel, Freiburg
Bevor ich mich über den Sommer freue erst ein mal ein paar Worte zu Kitzbühel.
Dieses schöne Fleckchen Erde ist wohl leider nicht so mein Pflaster. Ich bin in meinem Leben drei Mal aus einem Wettkampf ausgestiegen. Einmal bei meinem ersten Sturz in Madrid vor drei Jahren und dann noch zwei Mal in Kitzbühel. Dieses Jahr und vor zwei Jahren. Naja, jetzt war ich wenigstens selbst Schuld. Ich hatte die Schraube an meiner Sattelklemme nicht fest genug angezogen und als ich dann nach dem Schwimmen aufs Rad sprang ist der Sattel reingerutscht. Beim Aufspringen dachte ich noch "jetzt schnell drauf und dann....bam bam bam....rein in die erste Gruppe". Daraus wurde leider nichts. Wie Affe auf dem Schleifstein saß ich auf meinem Rad, kam nicht in die Schuhe und hatte keine Kontrolle über mein Rad. Bei dem letzten Versuch in die Schuhe rein zu kommen fuhr ich einfach geradeaus in eine Einfahrt, vor die eine Eisenkette gespannt war. Der Sturz war nicht schlimm, ich trug lediglich eine Schramme am Bein und einen dicken Finger davon. Der Ärger danach war natürlich schon erstmal recht groß, aber ich konnte die Episode auch recht schnell abhaken. Rein statistisch gesehen kann mir in London jetzt nichts mehr passieren und wenn die Generalprobe daneben geht, ist die Premiere ja meistens gut ;).

Sommer in Freiburg. Diese Woche habe ich nochmal viel trainiert, jetzt steht eine kurze Entlastungsphase auf dem Plan. Dank der sommerlichen Temperaturen waren wir am Mittwoch im Opfinger See schwimmen, können wieder im Garten sitzen und konnten das Halbfinale beim privaten public viewing bei einer Freundin im Garten anschauen.
Über das Wochenende bin ich nun in Stuttgart und Anfang nächster Woche in Frankfurt und in Mainz zur Einkleidung. Jetzt gehts los.....ich freue mich schon so auf alles!


22.06.2012
Kitzbühel
Morgen steht der erste Wettkampf nach Madrid auf dem Plan. Ich freue mich, etwas entspannter als zuletzt im schönen Alpenwettkampf an den Start zu gehen. Start ist morgen um 15.06Uhr und das Rennen wird live auf Servus TV übertragen.


13.06.2012
Lauftraining am Rhein
Wie oft hatte ich in den vergangenen Jahr schon von legendären Trainingseinheiten am Rheinufer von Sebbi (Kienle) und Andi (Böcherer) gehört?! Am Samstag war es nun so weit - ich durfte dort auch trainieren! ;) 4 x 2000m standen auf dem Plan. Mit dem Auto sind Lubos, Kathrin und ich vormittags nach Sasbach am Rhein gefahren, im Gepäck unsere Rennräder und ein Mountainbike für Lubos als Begleitfahrzeug. Der Schotterweg auf dem breiten Damm dort bietet die besten Voraussetzungen für so ein Programm. Wir hielten uns während des Trainings schon fast für zwei Ironman Ladys, die sich auf Roth vorbereiten. Schnell waren wir zwar, allerdings werden wir dieses Ereignis wohl noch ein bisschen verschieben...
Nach den 15km zu Fuß setzten wir uns dann auf unsere Räder und fuhren, um die Beine etwas locker zu kriegen, gemütlich nach Hause. Ganz zufällig begegneten wir auf der Strecke auch noch meinem Freund Stefan, der uns mit dem Fahrrad entgegen kam. Zu Hause gab es für alle eine Rießen-Portion Kaiserschmarrn und ein Mittagschläfchen, bevor wir uns nachmittags noch ins Schwimmbad begaben.
Aus rein sozialen Gründen ;) fand man uns dann abends noch bei einem Glas Radler im Biergarten beim public viewing.


04.06.2012
Glückstagebuch
Ich habe vor Madrid von einer Freundin ein Glückstagebuch bekommen - mit Erfolgsgarantie. Darin notiere ich jetzt jeden Tag drei Dinge, die mich glücklich gemacht haben. Meistens fällt mir am Ende des Tages ganz schön viel ein. Diese Woche waren es z.B. eine Blume am Straßenrand, frische Erdbeeren vom Markt, ein Anruf von einem netten Menschen, ein lustiger Spruch und jeden Tag einen Kaffee mit meinem Freund. Die Woche ohne Trainingsplan habe ich sehr genossen und mich ausgiebig erholt. Ich habe viel geschlafen, wenig trainiert und mich zwischen durch immer mal wieder gefreut ;).
Jetzt bin ich wieder in Freiburg und freue mich auf Vorbereitung für London.


29.05.2012
Olympiaquali in Madrid
Juhu – ich habe es geschafft!!! Am Samstag habe ich mir mit dem 12. Platz beim WTS Rennen in Madrid mein Olympiaticket geholt. Jetzt bin ich erleichtert, überglücklich und genieße eine Ruhewoche in Stuttgart.
Hier ein kleiner Rennbericht.
Am Samstag um 17:46 Uhr stürzten wir uns in einem 65 Frau großen Starterfeld in den See des Casa de Campos Parks inmitten der spanischen Hauptstadt. Ein wahrer Krimi nahm seinen Lauf. Denn zum Start des Rennens war noch nicht ganz klar, ob wir 5 deutschen Athletinnen nun um ein oder doch zwei Olympia-Startplätze kämpfen würden. Durch ein kompliziertes Verfahren war dies davon abhängig wie andere Nationen bei diesem Wettkampf im Vergleich zu unserem Team abschneiden würden.
Ich stieg nach 2 Runden à 750 Meter mit der Spitzengruppe aus dem Wasser. Beim Radfahren über die bergige Strecke in Madrids "grüner Lunge" hielten Kathrin (Müller) und ich durch unermüdliche Arbeit in der 21-köpfigen Führungsgruppe zuerst das Verfolgerfeld in Schach. In der sechsten Runde nahmen wir dann doch etwas an Tempo heraus und mussten uns dann letztlich doch noch geschlagen geben und wurden dann in der vorletzten Runde eingeholt und wir gingen als große Gruppe auf die abschließenden 10km.
Die ersten Kilometer ging ich sehr beherzt an, doch nach 2km musste ich das Tempo etwas drosseln. Ungefähr auf der Hälfte der Laufstrecke bekam ich die Information, dass wir den dritten Startplatz fast sicher haben und ich die Olympianorm Top 15 schaffen müsse, um in London mit dabei zu sein. Ich lief in einer Gruppe um Platz 10, hinter uns war eine Lücke, Anne (Haug) lief in der Spitzengruppe und sichertet sich den ersten Startplatz des Tages.
"Svenja, bleib da dran!" tönte es von allen Seiten. Ich hatte viel Unterstützung auf der Strecke. Meine Eltern, meine Schwester, mein Freund, mein Physio, meine Trainer und ein paar „Maskottchen“ waren da. Zuerst schien mir diese Aufgabe noch ziemlich schwer aber bald ging es mir besser und auf der letzten Runde wurde ich von dem Traum „Olympia“ getragen. Nach einem Zielsprint kam ich auf Platz 12 ins Ziel.


14.05.2012
Bananen-Apfel-Ragout im Hafermantel
Die Sonne scheint, die Vögel singen und die Luft ist warm - es ist mal wieder an der Zeit etwas über das schöne (Sportler-)Leben zu schreiben, auch wenn ich mich zur Zeit in einer heißen Phase befinde.
Ich bin hauptsächlich in Freiburg, die Vorbereitung für Madrid ist in vollem Gange, das Training läuft und ich bin fit. Also alles gut, auch der Kopf ist recht gechillt, allerdings lässt mich der Gedanke "Olympiaquali" natürlich nicht immer kalt. Aber gut, das ist wohl normal und mein Hirn kann auch immer noch Blödsinn denken – ganz wichtig ;).
Wohl vor allem unter hohem Laktateinfluss ist der Nonsense besonders präsent. Vor kurzem habe ich mit Kathrin nach einem neuen Namen für unseren täglichen Frühstücksbrei gesucht. Bananen-Apfel-Ragout im Hafermantel schien uns als eine passende Alternative. Da es das Wetter zulässt, können wir nun wieder im Garten sitzen und unsere Speise genießen.
Über das Wochenende war ich in Stuttgart. Am Freitag habe ich den Entlastungstag mit meiner Schwester genossen und am Samstag habe ich die Freibad Saison eröffnet. Gestern habe ich einen Trainings- und anschließenden Erholungstag in Walkersbach bei meinem Physio und seiner Familie verbracht.


28.04.2012
Ausflug zum Grand Prix in Les Sables d'Olonnes
Während sich die meisten in Deutschland am ersten Mai-Wochenende über das sonnige und warme Sommerwetter freuten, war ich im verregneten, kalten und windigen Frankreich an der Atlantikküste und hatte Angst dass ich krank werde.
Geplant war für die erste Etappe des Grand Prix in Frankreich (die erste Triathlon Liga dort) am Samstag ein Prolog mit 400 m schwimmen, 10 km Rad fahren und 3,1 km laufen, alles zusammen im Team. Für sonntags war ein normaler Sprintwettkampf vorgesehen. Schwimmen im Meer, radeln an der Küste und Laufen um einen kleinen Salzwasser See direkt hinter dem Strand.
Den Teamsprint am Samstag konnten wir starten. Zwar war das Wasser lediglich 13,7 Grad warm und die Außentemperatur auch nicht viel wärmer, aber während des Rennens hat es zumindest nicht geregnet und wenn man einmal Bewegung ist geht es dann auch mit der Temperatur ;).
Am Sonntag dann, als ich mit meinem Team beim Frühstück saß und unser Team Manager beim Krisen-Treffen war, wurde sehr schnell klar, dass an diesem Tag kein normaler Wettkampf statt finden konnte. Das Wetter war absolut garstig. Es windete fürchterlich, regnete und zudem war es viel zu kalt. Nach einigem Hin und Her stand fest, dass das Rennen abgesagt wird und das Ergebnis vom Vortag als Endergebnis gilt. Gut für uns, denn wir errangen am Vortag mit dem Team den 3. Platz und das ist somit nun auch unsere Position in der Gesamtwertung nach dem ersten Rennen.
Schade nur um das Einzelrennen, bei dem ich gerne meine gute Form gezeigt und eine gute Platzierung gemacht hätte. Naja, wenigstens bin ich nun nicht krank und kann morgen in voller Frische mit dem Training weiter machen.


27.04.2012
Grand Prix Les Sables
Am Wochenende starte ich innerhalb der französischen Liga für mein Team aus Chateauroux. Der Wettkampf findet in Les Sables an der Atlantik-Küste statt und erstreckt sich über zwei Tage. Mehr Infos folgen demnächst.


16.04.2012
Dextro Energy World Triathlon Sydney
Beim ersten Rennen der World Triathlon Serie 2012 konnte ich meine Form im Hinblick auf die bevorstehende Triathlonsaison im Wettstreit mit den Besten der Welt unter Beweis stellen. Um 7.30 Uhr Ortszeit stürzten wir uns vor der beeindruckenden Kulisse der Sydney Opera in die Fluten. Im 19 Grad kalten Wasser konnte ich mich auf der Schwimmstecke im Neopren-Anzug behaupten und stieg als 17. aus dem Wasser. In der ersten Radgruppe arbeitete ich viel, um die Verfolgergruppe abzuhängen, allerdings waren die Mühen vergeblich und nach ca. 25 km rollte das Feld zusammen. Nach einem guten Wechsel auf die abschließende Laufstrecke hatte ich zunächst noch richtig Druck, nach der ersten Runde merkte ich allerdings, dass ich die 10km wohl etwas zu beherzt angegangen war. So musste ich einige ziehen lassen und erreichte letztlich einen passablen 26. Platz in einer Gesamtzeit von 02:03:41 Stunden mit nur 2:12 Minuten Rückstand auf die siegende Lokalmatadorin Erin Densham (AUS). Jetzt sehe ich optimistisch und voller Tatendrang den nächsten 6 Trainingswochen in Freiburg entgegen, wo ich mir zusammen mit meinem Trainier Lubos gezielt die Tempohärte für das nächste WTS-Rennen in Madrid holen werde.


02.04.2012
Koala!
Am Samstag habe ich tatsächlich am Ende eines harten aber guten Trainingstages einen Koalabären gesehen! Wie oft bin ich schon im Wald rumgelaufen und habe nach oben geschaut um einen zu entdecken. Auch beim Rad fahren habe ich schon das ein oder andere Mal den Straßenverkehr außer Acht gelassen und in die Baumwipfel geschaut, aber natürlich keinen gesehen. Als wir dann am Samstag nach Hause gelaufen sind stand die "Koala Ambulance" vor einem Haus und hoch oben im Eukalyptusbaum saß eine Bärin. Sie sollte am nächsten Tag nach unten gebracht werden und in ein ruhiges Gebiet gebracht werden. Koalas sind sehr vom Aussterben bedroht und werden hier deshalb sehr geschützt.
Glück sollen sie anscheinend auch bringen....wir werden sehen...;)!


26.03.2012
Mooloolaba
Mit dem 19. Platz beim Weltcup in Mooloolaba, meinem ersten Rennen der Saison, bin ich zufrieden. Es hat seinen Zweck erfüllt - das Wettkampf-Feeling ist wieder aufgeflammt, es hat Spaß gemacht und ich habe gemerkt dass die Grundlagen für diese Saison gelegt sind.
Das Schwimmen im Meer war sehr wellig und wir hatten gegen eine enorme Strömung zu kämpfen. Ich kam in dem lang gezogenen Feld so raus, dass ich in der zweiten Gruppe landete, die erste konnten wir auf der recht profilierten und windigen Radstrecke nicht mehr einholen. Beim Laufen habe ich versucht meine Kräfte gegen den Wind etwas zu schonen und im Zielsprint wurde ich Zweite der Dreiergruppe.
Nun glaube ich, kann ich mich ein wenig auf Sydney freuen, erstmal genieße ich aber die drei Wochen Training in Australien bis dahin.


24.03.2012
Noosa - der erste Wettkampf
Mittlerweile bin ich gut in Australien angekommen und morgen geht es schon mit dem ersten Wettkamp los - so richtig kann ich mir es noch nicht vorstellen.
Der Weltcup in Mooloolaba soll mir ein erstes Wettkampfgefühl bringen, als harte Trainingseinheit für die nächsten Rennen dienen und nicht zuletzt Spaß machen, sodass ich mich auf Sydney freuen kann. So langsam habe ich das Gefühl, dass sich das lange Trainingslager in Südafrika bemerkbar macht, allerdings fehlt der letzte Schliff noch etwas.
Diesen "letzten Schliff" hole ich mir dann in den darauf folgenden 3 Wochen in Noosa und denke, dass ich dann mit Freude nach Sydney fliegen werde.


14.03.2012
Wieder in Freiburg
Ich habe mich sehr gefreut wieder nach Freiburg zu kommen und genieße bei schönstem Frühlingswetter die Stadt, die Leute und das Leben. Seit gestern ist meine Erholungsphase ist vorbei und jetzt geht's wieder ab. Gestern stand ein schnelles Schwimmprogramm auf dem Plan, heute werde ich noch 200 er auf der Bahn laufen. Die letzten Wochen waren ruhig ich habe etwas trainiert und ansonsten die Ruhe genossen. Neben der Regeneration habe ich die Zeit dazu genutzt mich etwas um meine Sponsoren zu kümmern.
Nun freue ich mich neben der Zusammenarbeit mit Rieber, Das Fröhlich Band, USU, Trendhaus, Quest, Trendhaus, State of Balance und Haero Carbon wieder über meine Material Sponsoren Adidas eyewear, Skins, Stevens und Ultra Sports.


29.02.2012
Letzter Tag
Gleich geht's heim!
Nach 7 Wochen Trainingslager freuen ich mich jetzt richtig auf zu Hause. Die letzte Wochen konnte ich nochmal richtig gut trainieren aber jetzt ist der Ofen aus. Die Müdigkeit steckt irgendwie überall im Körper, der Kopf ist faul, die Beine lahm und die Arme schwer. Aber jetzt auf ich mich mindestens eine Woche lang erholen und dann geht's ab ;).


17.02.2012
Potchefstroom
Tja, so schnell kann es gehen, nun habe ich schon wieder ein paar Ruhetage.
Zwar habe ich mich am Anfang des zweiten Trainingsblocks recht gut gefühlt und dachte ich hätte mich in Kapstadt genügend erholt, aber vier Tage Erholung sind mir dann doch wohl etwas zu wenig. Für ganze fünf Tage hat die Energie gereicht und jetzt bin ich wieder ordentlich am Auftanken.
Mein heutiger Tag bestand eigentlich nur aus Frühstücken, Physio, Mittagessen, einkaufen, chillen, lesen, schreiben, Kaffee trinken und Abendessen. Nicht so aufregend aber bestimmt sehr Gewinn bringend.


9.02.2012
Capetown
Seit gestern bin ich zum 'Urlaub' für drei Tage in Kapstadt!
Nach unserem ersten Belastungsblock in Stellenbosch steht nun ein kleine Erholungsphase an, bevor wir dann am Donnerstag nach Potchefstrom fliegen. Jetzt genieße ich die Sonne, das planlose in den Tag reinleben und die Zeit für mich jede Minute und in vollen Zügen. Mir gehts gut. Natürlich bin ich müde aber ich denke, dass ich mich in den nächsten Tagen soweit erholen kann, dass ich den bevorstehenden Trainingsblock noch ganz gut durchziehen kann.
Gestern stand ich an der Waterfront auf einer Brücke auf der ich vor 8 Jahren während meines Afrikajahres schon stand. Das war ein etwas 'komisches' Gefühl. "Wenn ich damals schon gewusst hätte dass,...". Aber eigentlich auch ganz egal, denn es ist ja alles gut so, trotzdem geben einem solche Momente manchmal wieder einen Anstoß über das wunderbare Leben nach zu denken.


22.01.2012
Küstenstraße
Heute früh habe ich die wohl bis jetzt schönste Radausfahrt in diesem Jahr gemacht. 20km zum Meer dann 25km Küstenstraße, Wendepunkt und alles wieder zurück. Der Blick auf das Meer, die Strände und Buchten war einfach fantastisch. Danach ein gutes Frühstück, was will man Meer ;)?
Für den ersten Teil des zweiten Trainingslagers in Südafrika sind wir gerade in Stellenbosch. Hier ist es richtig heiß, das heißt wir machen früh morgens schon die erste Einheit, dann gehen wir mittags Schwimmen und bewegen uns dann abends noch etwas. In den Mittagspausen hängen wir entweder in einem der zahlreichen netten Kaffees ab oder wir liegen einfach im Bett.


01.01.2012
Silvesterlauf Britzingen
Das vergangene Jahr konnte ich mit einem ersten Platz beim Silvesterlauf in Britzingen abschließen. Auf der sehr profilierten Strecke bei starkem Wind bin ich mit einer Zeit von 37:04 als erste Frau ins Ziel gekommen. Der letzte Wettkampf im Jahr hat mir viel Spaß gemacht und ich habe die Stimmung an der Strecke und danach bei der Siegerehrung genossen.
Abends haben wir bei uns in der WG-Küche gefeiert. Traditionell gab es Raclette, wir haben gespielt, geschwätzt und viel gelacht.
Ich wünsche allen alles alles Gute für das nächste Jahr! Gesundheit, Glück und Sonne im Leben.


30.12.2011
Jahresende
Nach einem gemütlichen Weihnachtsfest und ein paar sehr schönen Tagen in Stuttgart werde ich mich heute wieder auf den Weg nach Freiburg machen. Morgen steht der Silvester Lauf in Britzingen auf dem Plan und danach steigt bei uns in der WG Küche die ultimative Silvester Party.
Trainingstechnisch waren die letzten zwei Wochen sehr ruhig. Ich hatte genügend Zeit für anderes, habe mich mit Freunden getroffen und habe unser alljährliches Klassentreffen am 23.12. genossen.
Jetzt freue ich mich auf den Schnee im Schwarzwald und werde ganz bald meine neuen Langlaufski einweihen.


16.12.2011
Potch 2011
Noch ein Belastungsblock und dann ist das erste Trainingslager der Saison 2011/2012 geschafft. Ganz genau sind es noch 50 km Laufen, 165 km Rad fahren, 15 km Schwimmen und 1x Krafttraining. Heute bin ich zwar richtig müde aber die letzten beiden Trainingstage werde ich schon auch noch schaffen...!
Wir hatten eine schöne Vorweihnachtszeit hier in Potch, auch wenn man von einer Weihnachtsstimmung nicht sehr viel mitbekommt. In der Sonne konnten wir richtig gut trainieren, haben ordentliche Grundlagen gelegt und jetzt freue ich mich auf den Winter in Deutschland.


01.12.2011
Kaffeefahrt in Südafrika
Seit Montag bin ich mal wieder mit der Nationalmannschaft in Südafrika im altbekannten Potchefstroom. Die letzten drei Tage dienten der Anpassung, morgen ist Entlastungstag und danach kann's losgehen. Heute am 1. Dezember, als ich mein erstes Adventskalender Päckchen öffnen durfte, ist mir mal wieder klar geworden was für ein Privileg es ist hier in der Sonne zu weilen. Das Leben kann so schön sein. Am Mittwoch hatten wir unsere erste Radausfahrt, eine Kaffeefahrt. Am Wendepunkt sah ich das Anja tatsächlich Kaffee in ihrer Radflasche hatte und musste herzlich lachen.


21.11.2011
Bundesweiter Vorlesetag
Am Freitag war ich im Rahmen des Vorlesetags, der in Freiburg unter dem Motto "Sport" stand, in der Kinder- und Jugendbibliothek im Rieselfeld. Nach einer kleinen Vorleserunde habe ich mich mit den Grundschülern über meinen Sport unterhalten und dabei sehr interessante Fragen gestellt bekommen. "Hast du einen Chef?" wollte ein Junge wissen, wie viele Kilometer ich insgesamt bei einem Wettkampf zurücklege haben wir gemeinsam ausgerechnet. Was ich essen dürfe, wie oft ich schon gewonnen habe, ob ich mir nach dem Schwimmen die Haar trockne und wie schnell ich sei wurde gerätselt.
Der Vormittag hat mir sehr viel Spaß gemacht und mal wieder die pädagogische Ader in mir hervortreten lassen. Abends wollte ich dann meiner WG aus der Zeitung vorlesen aber daran hatte keiner Interesse.


14.11.2011
Stand der Dinge nach 4 Wochen Training
So langsam habe ich das Gefühl, dass sich mein Körper nun wieder an die Belastung gewöhnt hat. Zwar habe ich mich, nachdem ich meine anfänglichen Schulterprobleme wieder im Griff hatte, erstmal beim Rad fahren ins Laub geworfen und habe mich danach erstmal ein paar Tage wie eine alte Dame bewegt, doch jetzt ist alles wieder fit. Fitter als vorher.
Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen des Schwimmens, diese Woche liegt der Schwerpunkt im Laufen. Da das Wetter bis vor ein paar Tagen noch so traumhaft war habe ich noch einige Kilometer auf dem Rad sammeln können und bin vorbereitet für das Trainingslager in Südafrika in zwei Wochen.


2.11.2011
Eröffnungslehrgang in Saarbrücken
Unser offizieller Saisonbeginn fand am Wochenende in Saarbrücken statt.
Nach der Trainingspause von 7 Wochen seit Peking, habe ich mich gefreut, alle wieder zu sehen und die Planungen für die nächste Saison zu erfahren. Der Tagesplan war noch recht gemütlich und nicht rein Triathlon spezifisch. Am Samstag waren wir im Wald unterwegs bei einem Outdoor Team Event. Mit GPS Geräten haben wir in zwei Gruppen verschiedene Punkte angesteuert an denen unterschiedliche Aufgaben auf uns warteten. Sonntags versuchten wir uns beim Basketball und Fußball spielen, nachmittags war ich bei spät herbstlichem Sonnenschein noch sehr schön an der Saar Fahrrad fahren.
Am Montag waren wir abends Klettern, den Vormittag verbrachte ich beim medizinischen Check und bei der Radvermessung. Nun bin ich diese Woche in Stuttgart und genieße das schöne Wetter noch um ein paar Radkilometer zu sammeln.


18.10.2011
Trainingsbeginn
Seit Montag bin ich in Freiburg und habe wieder mit dem Training begonnen. Nach einer vier wöchigen Trainingspause und einem sehr schönen Urlaub in New York und Florida habe ich mich richtig auf den Sport gefreut. Nun bin ich psychisch und physisch rundum erholt und kann mit viel Energie in die neue Saison starten. Mein Trainingsrevier für die nächsten Wochen wird erstmal Freiburg sein, bevor es dann im Dezember in den Süden gehen wird.


20.9.2011
Saisonabschluss in La Baule
Am Samstag konnte ich meine Saison mit einem Sieg im französischen Grand Prix krönen.
Bei etwas garstigem Wetter mit Regen und Wind wurden die 750 Meter der Schwimmdistanz in den Wellen des Atlantiks ausgetragen. Auf dem dritten Platz liegend konnte ich an Land schnell zu den Führenden aufschließen. Zusammen mit Melanie Annaheim (ebenfalls Team Chateauroux) und Jessica Harisson (Team Poissy) legten wir zu dritt die 20 Radkilometer an der Strandpromenade von La Baule zurück. Auf den letzten Metern teilten wir uns und ich ging zusammen mit Jess in Führung liegend auf die 5 Kilometer der Laufstrecke. Anfangs liefen wir zusammen, auf dem letzten Kilometer wollte ich dann nichts anbrennen lassen und zog, immer mit den Gedanke an meinen letzten Kilometer in London, das Tempo an. Bald tat sich eine Lücke auf und ich konnte meinen ersten Sieg in der französischen Liga feiern.
Jetzt freue ich mich auf die Pause. Mindestens drei Wochen lang kein Sport, viel freie Zeit um die Seele baumeln zu lassen und um Freunde zu treffen, ein Urlaub in New York und Florida steht auch vor der Tür. Auch wenn ich mich jetzt sehr auf die "Triathlon freie Zeit" freue und diese auch physisch und psychisch dringend brauche, bin ich trotzdem richtig motiviert und voller Vorfreude für nächstes Jahr und hoffe dass ich dann den nächsten Schritt machen kann.


13.9.2011
WCS Finale Peking
So ganz nach meinen Vorstellungen lief das Rennen am Sonntag leider nicht, dennoch kann ich auf eine gute Saison zurück blicken.
Die Vorbereitungen auf den letzten Wettkampf im Jahr verliefen nach Plan und ich habe mich nochmal richtig fit für die letzte Herausforderung gefühlt. Die Kulisse des einzigen Triathlonstadions der Welt am Ming Tomb Reservoir und die Olympiastrecke von 2008 waren mehr als motivierend und ich freute mich darauf auf dieser Strecke einen Wettkampf bestreiten zu dürfen. Als der Startschuss dann am Sonntag ertönte und wir uns in den 26 Grad warmen Stausee stürzten konnte ich mich im vordern Drittel des Feldes behaupten und kam nach 1,5 km recht gut aus dem Wasser. Leider waren die darauffolgenden Minuten auf dem Rad letztlich die Rennentscheidenden. Ich dachte, ich könnte die langgezogene Gruppe vor mir noch auf der ersten Gerade, bevor es den Berg hoch ging, einholen und trat, noch nicht in Radschuhen, am Anfang kräftig in die Pedale. Leider ging der Plan nicht auf und ich musste kurz vor dem Berg meine Schuhe noch anziehen. Dabei kamen von hinten einige, die noch in die Gruppe sprangen und ich blieb mit Emma Moffat, Rachel Klamer und einer Japanerin kurz hinter der Gruppe. Zu dem Zeitpunkt war ich mir sicher dass wir die Gruppe auf der Abfahrt holen würden aber trotz Einigkeit bei uns in der Gruppe, war der Druck vorne in der ca. 13 köpfigen Gruppe wohl höher. Der Abstand wuchs über die 40 km auf mehr als zwei Minuten an und wir kamen zu dreißigst in die zweite Wechselzone.
Nach einem guten Wechsel kämpfte ich auf den abschließenden 10 km um jeden Platz, am Ende landete ich auf Rang 22.
Die WM Wertung schließe ich nun auf dem 11. Platz ab freue mich trotz der verpassten Olympianorm über dieses Ergebnis. Am Anfang der Saison hätte ich das, wenn ich ehrlich, bin für dieses Jahr nicht erwartet.
Jetzt freue ich mich sehr auf die Pause und auf den Urlaub. Davor werde ich aber am nächsten Samstag noch beim Grand Prix in La Baule an der Startlinie stehen.


28.8.2011
Chilliger Sonntag
Trotz langem und teilweise auch hartem Training hatte ich am Sonntag einen sehr gechillten Tag. Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück setzte ich mich aufs Rädle und strampelte Richtung Schwäbische Alb wo sich mein Freund Stefan mit meiner Schwester Heike und ihrem Freund Sebastian zum Klettern verabredet hatte. Oben angekommen waren die Kilometer noch nicht genug und ich fuhr noch ein Ründchen, die Steigen runter und wieder hoch, gegenüber den Schwarzwald sind das ja nur Hügel...;).
Nach etwa 3 1/2 Stunden erwartete mich meine Schwester schon mit meinen Laufschuhen und wir machten noch ein schnelles Koppelläufchen. 3 km schnell dann noch 3 km locker durch den Wald zum Kletter Spot. Dort gab es erst mal ein reichhaltiges Vesper und anschließend Klatsch und Tratsch zwischen Schwestern. Dabei hatte wir immer ein Auge bei den Jungs in der Wand und genossen die Sonne, die Natur und das Leben. Ich freute mich dabei auch schon wieder auf den Beginn der nächsten Saison, wenn ich als ein oder andere Krafteinheit auch wieder an den Felsen kann.
Nachdem wir wieder zu Hause waren schwangen sich Stefan und ich nach einem Kaffee nochmal mal für ein lockeres Läufchen in die Laufschuhe. 8 km lockerer Dauerlauf stand noch auf dem Plan, trotz schweren Beinen, in der Abendsonne ein Genuss.
Zum Abschluss des heiligen Sonntags und zum Krafttanken gingen wir in die Eselsmühle zum Zwiebelrostbraten essen.


23.8.2011
WCS Lausanne
Was für ein Wochenende - samstags Weltserien Rennen inklusive Sprint WM und am Sonntag die Staffel WM.
Im Gegensatz zu den übrigen Rennen der Weltmeisterschafts-Serie wurde das Rennen in Lausanne als Sprintrennen ausgetragen. Die Distanzen waren kürzer (nur etwa die Hälfte der olympischen Distanz) und wurden daher auch mit wesentlich höherem Tempo absolviert. Ich hatte im 24 Grad warmen Genfer See einen hervorragenden Start und kam am Anfang der ersten Gruppe aus dem Wasser. Um die beiden Ausreißerinnen Jenkins und Hall (beide GB), die ca. 20 Sekunden vorne lagen, einzuholen, drückte ich auf dem Rad aufs Tempo unter anderem auch um ein Auffahren der Verfolgergruppe zu verhindern. Doch trotz intensiven Bemühungen schafften die Verfolger in der letzten Radrunde doch noch den Anschluß an die Spitzengruppe. So ging ein relativ großes Feld auf die Laufstrecke, was mir an diesem Tag nicht so in die Karten spielte.
Auf den ersten Kilometern der Laufstrecke hatte ich mit schweren Beinen zu kämpfen, der harte Anstieg auf der Rad-Runde hatte mir etwas die Energie geraubt. Auf der zweiten Runde fühlte ich mich etwas besser und konnte noch etwas nach vorne laufen. Am Ende musste ich mich mit dem 14. Platz zufrieden geben. Das Ergebnis geht in Ordnung, aber dass ich in der Gesamtwertung zurückgefallen bin ärgert mich ein wenig. Ich rutschte von Platz 8 auf Platz 12, das Ergebnis am nächsten Tag brachte die Stimmung dann aber wieder ganz weit nach oben.
Denn einen Tag später wurde an gleicher Stelle die Weltmeisterschaft im Teamwettbewerb abgehalten. Bei dieser Wettkampfform besteht jedes Team aus zwei Männern und zwei Frauen, die abwechselnd starten, also Frau-Mann-Frau-Mann. Jedes Team-Mitglied absolviert einen Supersprint über 300 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und 1,5 Kilometer Laufen und klatscht dann den nächsten Starter ab. Zusammen mit Steffen Justus, Anja Dittmer und Maik Petzold bildete ich das Team Deutschland 1. Rund 30 Nationen kämpften um Weltmeisterschafts-Ehren wir hatten auch noch eine zweite Staffel am Start, die am Ende auf Platz 5 landete. Ich konnte recht entspannt an den Start gehen, zwar ist der Druck wenn man in einem Team an den Start geht etwas höher, aber ich mag es gemeinsam etwas zu schaffen. Das nimmt mir auch die Nervosität und gibt mir zusätzliche Motivation. Anja war unsere Starterin und sicherte uns gleich zu Beginn eine Position an der Spitze. Als Maik auf Rang drei liegend an mich übergab, dachte ich mir, "oh, das ist jetzt eine große Aufgabe, den Platz musst du verteidigen". Es gelang mir auf Platz zwei nach vorne zu schwimmen, mit Emmie Charayone (FRA) und Nicola Spirig (CH) ging ich 20 Sekunden hinter der Führenden Helen Jenkins auf die Radstrecke. In unveränderten Positionen ging es in den nächsten Wechsel. Nach dem Motto "alles was geht" holte ich auf der Laufstrecke nochmal alles und übergab auf Rang drei liegend an Steffen. Der machte ein richtig gutes Rennen, denn trotz einer Zeitstrafe, die wir kurz vor der Ziellinie absitzen mussten verteidigte er den dritten Rang gegen die Franzosen. Sieger wurden die Briten vor der Schweiz.
Ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass es auf Rang drei reicht und habe mit Anja im Zielbereich nur ganz angespannt auf die Leinwand geschaut und gezittert. Auf einmal sehen wir wie er als Dritter auf die Zielgerade biegt, drehen uns um und da kommt er tatsächlich ins Ziel gelaufen. Die Freude war natürlich riesig und das Erlebnis bei so einer Siegerehrung auf dem Treppchen zu stehen genial.


15.8.2011
Lilly, Wanda und Elisabeth
Drei kleine neue Erdenbürgerinnen hat es in unserem Freundeskreis diese Woche gegeben. Die Zwillinge Lilly und Wanda habe ich mit meinem Freund Stefan am Wochenende schon besucht. Heute habe ich ein bisschen einen festen Bizeps vom Baby halten. Elisabeth werden wir bestimmt bald noch kennen lernen. Auf jeden Fall ist es schön zu sehen wie klein das Glück doch sein kann.
Ein etwas anderes kleines Glück wünsche ich mir für Peking und ich arbeite daran. Nach dem Rennergebnis von London bin ich bis auf die Haarspitzen motiviert mich jetzt nochmal richtig auf das Finale zu konzentrieren und mir dort die Olympianorm zu sichern.
Nach drei Entlastungstagen in Stuttgart habe ich am Mittwoch in Freiburg wieder mit dem Training begonnen. Das Wochenende war sehr trainingsintensiv, ich habe ein paar richtig gute Einheiten gemacht und heute am Montag habe ich einen halben Entlastungstag, den ich etwas im Städtle genieße.
Nächstes Wochenende ist das WCS Rennen und gleichzeitig die Sprint WM in Lausanne. Ich freue mich sehr auf die kurze und knackige Herausforderung und außerdem auf den Staffelwettkampf am Sonntag.


10.8.2011
Tolles Rennen in London, doch kein Happy-End
Ich verpasste mit Platz 13 nur knapp die erste Chance zur Olympia-Qualifikation, in der WM-Wertung behalte ich aber Rang 8. Ich schwanke immer noch zwischen Wut und einer gewissen Freude über ein gelungenes Rennen. Allerdings habe ich alles gegeben und kann mir somit eigentlich nichts vorwerfen. Vor Anjas Leistung am Samstag ziehe ich den Hut, sie hat das Ticket verdient.
Ich kam ca. 30 Sekunden nach Sarah Haskins, der schnellsten Schwimmerin, auf Platz 35 liegend aus dem Wasser des Serpentine-Sees. Auf dem Rad startete ich erstmal eine kleine Aufholjagd und schaffte den Sprung in die Spitzengruppe. Es sah anfangs so aus als ob einige der guten Läuferinnen, die sich mit über einer Minute Rückstand im Verfolgerfeld befanden, keine Chance mehr haben würden den Rückstand auf der Radstrecke aufzuholen. Dies hätte mir natürlich voll in die Karten gespielt, zumal 5 Athletinnen zurück lagen, die im Gesamtergebnis vor mir rangieren. Um dieses mittlerweile 25-köpfige Verfolgerfeld auf Distanz zu halten, beteiligte ich mich intensiv an der Führungsarbeit. Leider teilten zu wenige der 33 Mitstreiterinnen in der Führungsgruppe das selbe Interesse und so kam es auf den letzten Kilometern der flachen Radstrecke doch noch zum Zusammenschluss der beiden Gruppen. Im geschlossenen Feld ging es somit in den letzten Wechsel.
Das hohe Anfangstempo auf der Laufstrecke konnte ich zunächst mitgehen, musste dann aber nach ca. zwei Kilometern die Spitzengruppe ziehen lassen und reihte mich ungefähr auf Platz 16 ein. Diese Position hielt ich bis ca. 3 km vor Schluss, dann biss ich nochmal richtig auf Zähne und kämpfte mich Position um Position nach vorne. Leider nur bis auf Rang 13, Barbara Riveros Diaz, die Gesamtführende konnte ich ganz knapp nicht mehr übersprinten. Wäre die Ziellinie 2 Meter weiter hinten gewesen sähe alles vielleicht ganz anders aus.
Aber gut, "was wäre wenn", gibt es nicht. Ich bin die 10 km noch nie so schnell gelaufen wie am Samstag und bin weiterhin auf Platz 8 in der Gesamtwertung. Damit gebe ich mich bis jetzt zufrieden und die Olympia Norm (Top 15 in Peking) hole ich mir in 5 Wochen!
Davor geht es in 2 Wochen nach Lausanne. Dort findet die Sprint-WM statt, die ebenfalls ein Rennen der WCS Serie ist. Sonntags wird dann noch die weltschnellste Staffel ermittelt. Darauf freue ich mich jetzt schon.


29.7.2011
Vorbereitung London
Nach zwei intensiven Trainingswochen bin ich seit gestern in Stuttgart und tanke hier nochmal die nötige Energie für das bevorstehende Rennen.
Heute ist wie jeden Freitag Ruhetag. Am Vormittag war ich erstmal gemütlich mit Freundinnen frühstücken, später gehe ich noch etwas Schwimmen und heute Abend lasse ich mich beim Physio nochmal gerade biegen. Die letzten Wochen in Freiburg habe ich trotz schlechtem Sommerwetter nochmal richtig gut trainiert. Letzten Sonntag waren wir alle zusammen (Kathrin, Ricarda und Andi (Böcherer)) richtig schön im und um den Kaiserstuhl Rad fahren. Ich hatte richtig Druck und habe den ein oder anderen Ortsschildsprint für mich entscheiden können. Nach schnellen 1000 ern auf der Bahn stand dann für den Rest der Woche eher Erholung auf dem Plan.


18.7.2011
Hamburg 2011
"Jetzt bin ich wieder in Hamburg" war mein spontaner Kommentar als wir im Shuttle vom Flughafen zum Hotel saßen. Das hat ganz gut mein Gefühl ausgedrückt, jetzt wieder bei meinem Heimrennen angekommen zu sein, ich hatte mich im Vorfeld richtig auf das Rennen gefreut.
Der Startschuss und der Sprung in die ca. 19 Grad kalte Alster erfolgte gestern um 15:30 Uhr. Beim Start kam ich gut weg, hatte mich allerdings ganz links auf dem Pontoon positioniert und damit die Außenkurve um die Bojen gewählt, wodurch ich ein paar Plätze hergeben musste.
Auf dem Rad musste ich auf den ersten Kilometer dann erstmal Gas geben um die vordere Gruppe zu erwischen, allerdings waren wir dann recht schnell eine ca 40-köpfige Spitzengruppe.Ich habe mich richtig gut gefühlt und konnte mir zwei Sprintprämien sichern.
Da wir quasi alle zusammen waren, fiel die Entscheidung dann beim Laufen. Nach einem schlechten zweiten Wechsel musste ich etwas auf die erste Gruppe auflaufen. Dann lief ich lange in einer kleinen Gruppe um Platz 10 bis ich nach 5 km den Angriff auf die Plätze 8 und 9 anging. Kurz vor der Zielgeraden hatte ich die beiden eingeholt, konnte mich aber im Sprint nicht gegen sie behaupten und landete letztlich auf dem 10. Platz.
Da das Rennen eine reine Laufentscheidung war bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich über eine weitere Top 10 Platzierung.
Jetzt geht es für die nächsten zwei Wochen nach Freiburg, um dort nochmal etwas an der Form zu feilen und dann kann London in drei Wochen kommen.


10.7.2011
Sonntags in Roth
Die Vorbereitungen für Hamburg sind in vollem Gange. Meinen letzten langen Trainingstag habe ich am Sonntag in Roth verbracht.
Natürlich nicht auf der Strecke sondern daneben.
"Der Hammer, Jungs und Mädels!" Dabei denke ich nicht nur Sebbi Kienle, Andi Raelert und Chrissi Wellington, die alle eine krasse Leistung gezeigt haben sondern auch an alle anderen Athleten, die sich dieser Herausforderung stellen. "Hut ab".
"Sage niemals nie", aber zur Zeit kann ich mir nicht vorstellen, dass ich diese Disziplin unserer Sportart jemals bewältigen würde. Die Schwimmstrecke und die 180km auf dem Rad, ok. Aber dann brauchte ich erstmal ein Schläfchen und eine riesige Portion Essen bevor es weiter gehen könnte.
Naja deshalb werde ich mich in den nächsten Tagen noch weiter auf das WCS Rennen in Hamburg vorbereiten und mich dann freuen, wenn ich nach 2 Stunden Gas geben erschöpft im Ziel bin.


27.6.2011
Entlastungsphase nach Kitzbühel
Nach dem Wettkampf in Kitzbühel ist die erste Saisonhälfte abgeschlossen und die Vorbereitungen für die zweite können jetzt beginnen. Mit den zwei 9. Plätzen bin ich auf Platz 9 in der Gesamtwertung. Das ist jetzt eine super Ausgangsbasis für den Rest und motiviert mich unglaublich.
In der ersten Hälfte der Woche hatte ich keinen Trainingsplan nur ein paar Rahmenvorgaben und somit sehr viel Zeit für außersportliches. Nach unserer Heimreise am Montag, einem langen Ausschlafen und einem ausgiebigen Frühstück, waren Kathrin und ich erstmal bei IKEA und haben uns neue Gartenmöbel gekauft. Der Rest das Tages verlief gemütlich und abends war ich noch bei der Physio.
Auch am Mittwoch ließ ich es erstmal gemütlich angehen. Eine Bikini Schwimmeinheit im Strandbad war der Auftakt, mittags war ich in der Stadt und abends habe ich mit Kathrin noch ein kleines Läufchen gemacht. Über das lange Wochenende war mein Freund in Freiburg, der Feiertag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Garten und danach sind wir unsere Lieblingsrunde mit dem Rad, St Märgen-St. Peter gefahren. Nachmittags bewegten wir uns noch etwas im Nassen und sind anschließend zum Thailänder essen und danach direkt ins Kino gegangen.
So ein paar Tage die man nach Lust und Laune gestalten kann tun mir immer ganz gut. Einfach mal ein bisschen Zeit für anderes zu haben, so dass nicht immer das Training im Mittelpunkt steht. Nun freue ich mich aber auch wieder auf's Schwimmen, Rad fahren und Laufen und auf weitere Wettkämpfe.
Die nächste Station ist Hamburg und drei Wochen später dann London.


20.6.2011
WCS Rennen Kitzbühel
Nochmal der 9. Platz, ich freue mich riesig, dass ich meine Leistung von Madrid bestätigen konnte!
Das Rennen begann richtig gut, nach der ersten Schwimmrunde war ich an Position 6, danach musste ich etwas mehr kämpfen, konnte die erste Gruppe allerdings halten.
Das Anfangstempo war zunächst nicht so hoch, da wir alle etwas kalte Füße hatten und erst nach ca. 1 km fand jeder sein Tempo. Ich lief mit sehr viel Unterstützung von meiner Familie, Freunden und Teamkollegen von Position 11 auf Platz 9 und sicherte mir diesen im Schlussspurt.
In der Gesamtwertung der WM Serie stehe ich jetzt ebenfalls auf Platz 9.
Die nächsten Tage werde ich nun in Freiburg sein und erstmal sehr wenig und ganz ruhig trainieren. Dann wird die Vorbereitung für die Olympiaqualifikation, das WCS Rennen in London, beginnen.


06.6.2011
WCS Rennen Madrid
Platz neun beim zweiten Rennen der Weltserie, das erste Mal in den Top 10 - mein bestes Ergebnis bisher. Ich bin hochzufrieden und überglücklich.
Im See des Casa de Campo-Parks lief es für mich schon nach dem Start optimal. Die erste Schlüsselstelle des Rennens liegt beim Schwimmen an der erste Wendeboje, bei der es direkt nach knappen 300 Metern sehr eng zugeht. Durch ein gutes Anschwimmen auf der ersten Gerade konnte ich mich aus den "Schlägereien" aber so gut wie möglich raus halten und passierte diese Stelle ohne große Schwierigkeiten. In der zweiten und letzten Schwimmrunde hatte ich an der gleichen Boje zwar etwas mehr Probleme, dennoch gelang mir am Ende ein gutes Schwimm-Resultat und durch einen schnellen Spurt in die Wechselzone der Anschluss an die Spitzengruppe auf der Radstrecke.
Auf den 40 bergigen Rad-Kilometern hielt ich mich, um Kräfte zu sparen, in der 16-köpfigen Spitzengruppe eher etwas zurück. Allerdings ließ ich es mir nicht nehmen bei den Sprintprämien an der Spitze des Berges einen Gang hoch zu schalten und mir diese drei Mal zu sichern.
Ich wechselte schnell auf die 10 Kilometer lange Laufstrecke und hielt mich bis ins Finale auf Position acht. Dann gelang es Laura Bennett (USA) von hinten auf mich aufzuschließen. Da die vor uns liegende Sarah Groff (USA) in greifbarer Nähe lag und ich dachte, dass wir diese noch einholen könnten, zog ich das Tempo an. Meine Rechnung, Sarah einzuholen und Laura abzuhängen, ging allerdings nicht auf, statt dessen konnte Sarah den Abstand zu uns halten und Laura gewann den Zielsprint gegen mich.
In der Gesamtwertung stehe ich nach diesem Ergebnis auf Platz elf.
Die nächste Woche werde ich nun in Freiburg verbringen und dann am Sonntag, den 19.6. in Kitzbühel an der Startlinie zum dritten Rennen der Serie stehen.


30.5.2011
Citytriathlon Heilbronn - Staffel
Gestern bin ich beim Citytriathlon Heilbronn als Schwimmerin in der Ultra Sports Staffel gestartet.
Geschwommen sind wir im Neckar, 1km gegen den Strom und dann den zweiten Kilometer mit eingeschaltetem Turbo stromabwärts. Nach 24:06 min wurde ich als erste Staffelschwimmerin aus dem Wasser gezogen und habe unserem Radfahrer Marcel Bischof den Staffelstab übergeben. Dieser hatte leider nach 50 km einen Kettenriss und musste die verbleibenden 20km zu Fuß nach Hause laufen. Mein Freund Stefan, unser Läufer, ist dann etwas verspätet auf die Strecke gegangen und wir sind am Ende als 12. Staffel ins Ziel gekommen. Schade, aber zum Glück ist nichts passiert, Marcel nochmal "Hut ab" für deine sockige Laufleistung.
Ansonsten war die Woche nochmal trainingsintensiv. Am Dienstag haben wir lockeres Koppeltraining mit allen drei Disziplinen gemacht, am Mittwoch bin ich mit Daniel, Johannes, Veit und Ricarda sehr schön bergig Rad gefahren und am Donnerstag habe ich mit Johannes 400er auf der Bahn gemacht. Die Form stimmt, im Training fühle ich mich richtig gut, nun hoffe ich dass ich das in Madrid zeigen kann.
Für Madrid gilt: "Aller guten Dinge sind drei". Nach dem Sturz vor zwei Jahren und einem vermasselten Wettkampf letztes Jahr wird es in diesem Jahr ein guter Wettkampf werden.
Ich bin sehr optimistisch und freue mich auf das Rennen.


23.5.2011
Grand Prix Dunkerque
Heute Nacht bin ich glücklich und zufrieden aus Dunkerque zurückgekommen. Seit Samstagmorgen war ich mit Ricarda on the road - in den Norden Frankreichs und zurück. Anlass dafür war nicht nur die, daraus gewonnene, lange gemeinsame Zeit zum Quatschen um mal wieder alles Neue auszutauschen, sondern der zweite Wettkampf der französischen Triathlonliga, in der wir beide für das Team Chateauroux starten. Das Rennen lief super. Ich kam, hoffentlich nicht nur dank meines neuen „Mako“ Neoprens, als erste aus dem Wasser. Das Rad fahren hat trotz starkem Wind richtig Spaß gemacht und beim Laufen hatte ich den nötigen Druck. Durch einen Zielsprint konnte ich mich in meiner Gruppe durchsetzten und gelangte auf Platz 6. Mit der Mannschaft kamen wir leider nur auf den vierten Platz.
Ansonsten war diese Woche in Freiburg "full house". Carina hat uns diese Woche wieder besucht und am Dienstag ist Ricarda bei uns ins Haus eingezogen. Nachdem Kathrin vor Ostern nach Freiburg kam sind wir nun mit Chrissi 4 Triathleten im Hause. Da diese Woche endlich mal wieder alle, in Freiburg am Stützpunkt ansässigen Athleten, da waren und wir zusätzlich noch Besuch von Sebbi (Kienle) hatten, haben wir am Mittwoch nach den Tempoläufen in unserem Garten noch einen sehr schönen gemeinsamen Grillabend verbracht. Am Dienstag haben wir unsere erste Freiwasser-Einheit im Tunisee absolviert, es hat wieder sehr viel Spaß gemacht nicht nur im Becken seine Bahnen zu ziehen. Zwei Tage später sind wir 4 "Schwarzwaldmädels" mit dem Rad in den Bergen unterwegs gewesen.
Diese Woche werde ich bis Donnerstag in Freiburg nochmal viel trainieren und dann übers Wochenende bis zur Anreise nach Madrid in Suttgart sein. Am Sonntag werde ich in Heilbronn als Schwimmerin für die "Ultra Sports" Staffel an der Startlinie stehen.


15.5.2011
Entlastungswoche
Diese Woche stand ganz im Zeichen der körperlichen und geistigen Regeneration. Es war schön, mal wieder etwas Zeit für andere Sachen zu haben, wenn man nicht ständig im durchgeplanten Trainingsalltag steckt...am Montag habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Marmelade gekocht, donnerstags war ich in der Stadt und mal gemütlich auf dem Wochenmarkt, am Freitag konnte ich eine gute Freundin mal wieder treffen und am Sonntag Nachmittag war ich, wie es sich gehört, mit wunderschönem Blick auf das Dreisamtal, Kaffee trinken. Außerdem habe ich die Freibad Saison eröffnet, allerdings mit Neo, ohne wäre es noch sehr kalt gewesen.
Ab morgen geht es dann wieder zur Sache, mein Trainer Lubos ist jetzt wieder in Freiburg und die Vorbereitung für Madrid kann richtig starten.
Nächstes Wochenende werde ich in Frankreich, Dunkerque beim Grand prix starten.


09.5.2011
Erdbeerzeit
Seit dieser Woche gibt es die ersten Erdbeeren! Erdbeerquark mit Pfannkuchen...was gibt es besseres nach einer langer Trainingseinheit...
Dank der Verschiebung des zweiten Serien Rennens in Yokohama habe ich zur Zeit eine etwas längere Wettkampfpause und nutze die Zeit um nochmal ein paar Grundlagen zu legen. In den letzten Wochen habe ich viel, lange und hauptsächlich langsam trainiert. Highlights auf dem Rad waren die Schauinsland, Feldberg, Titisee, St. Peter Tour sowie die Umrundung des Kaiserstuhls und zu Fuß hatte ich ein paar sehr schöne Läufe bei denen ich im Wald immer wieder neue Wege entdeckte.
Neben dem Training ist das Leben in der Schwarzwaldstraße zur Zeit sehr chillig. Ich genieße es zu Hause zu sein und freue mich jetzt auf meine Ruhewoche.


28.4.2011
Es ist soweit
Juhu - meine neue Homepage ist endlich online. Viel Spaß beim Durchstöbern!


25.4.2011
Alles richtig gemacht!
Dieses Jahr bin ich seit vielen vielen Jahren über Ostern mal wieder zu Hause und habe damit alles richtig gemacht. Das Wetter hier in Freiburg ist traumhaft, die Sonne scheint und es hat mindestens 25 Grad. Alles blüht und ist wunderschön, in der Dreisam tummeln sich die Fischreiher schon wieder und bei uns in der Villakunterbunt spielt sich das Leben hauptsächlich im Garten ab. Gestern durfte ich dort schon Ostereier suchen und heute früh haben wir in der Sonne ein Osterfrühstück genossen.
Leider habe ich mich bei unserer ersten Grillparty der Saison etwas erkältet und musste deshalb einige Tage etwas ruhiger machen, diese Woche geht es dann aber mit dem Grundlagentraining weiter. Letzten Sonntag habe ich in Wallisellen das erste Rennen der Pro Sprint Serie in der Schweiz mitgemacht. 600 Meter Schwimmen im Becken, 15 Kilometer Radfahren und 4 Kilometer Laufen waren zu absolvieren.
Beim Schwimmen kam ich als Zweite aus dem Wasser, konnte meine Mitstreiterin aber schon am ersten Anstieg auf dem Rad vom Hinterrad schütteln. Die restlichen 15 Kilometer gings alleine weiter, wo ich dann auch das Rennen endgültig für mich entscheiden konnte. Den Sieg durfte ich dann quasi nur noch nach Hause laufen und kam mit zwei Minuten Vorsprung ins Ziel.

Noch eine kleine aber feine Anmerkung für alle Frauen und Mädels. Falls eure Wettkampfplanung noch nicht vollständig steht oder noch das ein oder andere Rennen Platz hat. Am 27.8.2011 findet in Wilhemshaven der erste reine Frauen Triathlon statt. Könnt es euch ja mal anschauen.


15.4.2011
Saisonauftakt in Sydney
Der erste Wettkampf im Jahr ist immer besonders aufregend. Man hat 4 Monate trainiert und freut sich nun alles raus zu lassen und zu zeigen was man kann, andererseits weiß man nicht wo man steht und ist gespannt wie fit seine Mitstreiter sind. Meine "heimliche Taktik" vor dem Rennen war, hoffen dass ich beim Schwimmen vorne mit aus dem Wasser komme, auf dem Rad Rabatz machen und beim Laufen konzentriert mein Ding machen. Ich hatte ein gutes Gefühl und wusste dass ich mich den Winter über und auch die drei Wochen in Australien gut vorbereitet hatte und war letztlich einfach sehr gespannt. Das Schwimmen im welligen Hafenbecken von Sydney vor der Oper lief super ich und bin mit der ersten Gruppe aus dem Wasser gekommen. Auf dem welligen und technisch anspruchsvollen Radkurs habe ich vorne mitgearbeitet und mir 2 der 9 Radprämien, die jede Runde ausgeschrieben waren, geholt. Nach einem passablem Wechsel gingen wir in einer recht großen Gruppe auf die Laufstrecke, die erste Runde konnte ich gut mitlaufen. Da ich nach dem Schwimmen meine Brille und Badekappe jedoch nicht ordnungsgemäß in die Box neben meinem Rad geworfen habe musste ich leider auf der Laufstrecke noch eine Strafe von 15 Sekunden in der Penaltybox absitzen. Das habe ich gleich nach der ersten Runde getan und konnte dann auch fast wieder auf die Gruppe auflaufen aber nach einem kleinen Krampf im Oberschenkel war diese dann nach dem Wendepunkt wieder etwas weiter weg. Die letzten 5 km habe ich dann zwar noch gekämpft um wieder ran zu kommen aber mit der vorherigen Radbelastung in den Beinen gelang es mir nicht mehr. Der 26. Platz ist zwar keine Top Platzierung aber ein guter Einstige in die Saison. Das Rennen hat Spaß gemacht und ich habe gesehen dass "was geht". Die nächste Zeit werde ich nun in Freiburg sein, ich freue mich auf den Frühling und Sommer.


27.3.2011
Hang-loose
Nach zwei Wochen in Australien möchte ich mich nun endlich mal melden. Nach anfänglichen verletzungsbedingten Schwierigkeiten habe ich mich nun gut in Australien eingelebt und konnte die letzte Woche nochmal richtig gut trainieren. Ich lebe hier zur Zeit in Noosa, einem kleinen Ort in Queensland, in einer lässigen WG mit Kathrin, Gregor und Johnny. Die Temperaturen sind sehr sommerlich, die australische Sonne hingegen hat uns heute etwas im Stich gelassen aber trotzdem haben wir super Trainingsbedingungen. Am Liebsten laufe ich im nahe gelegenen Nationalpark auf sandigen Trails mit Meerblick und halte nach Koalabären Ausschau. Bis jetzt habe ich noch keine gesehen, dafür macht es Spaß, all die tropischen Pflanzen zu bestaunen und immer mal wieder ein exotisches Tier über den Weg laufen zu sehen. Das Meer ist auch sehr einladend, am letzten Ruhetag war ich schwimmen und habe danach noch etwas am Strand gechillt. Selbstverständlich führe ich hier kein australisches Surferleben, dennoch habe ich mir "hang-loose" etwas zum Motto gemacht und versuche möglichst locker in die bevorstehende Wettkampf Saison zu starten.


11.3.2011
Sonnenschein in Freiburg
Als eine der wenigen zu Hause gebliebenen meiner Trainingsgruppe habe ich die letzten Tage in Freiburg noch mal sehr genossen. Bei herrlichem Sonnenschein konnte ich sehr schön Rad fahren und habe danach bei einem Cappuccino auf dem Balkon mit meiner Mitbewohnerin Adelheid die sommerlichen Temperaturen genossen. Leider zickt mein Knie zur Zeit etwas. Die Umfangsteigerungen im Laufen und Intensitäten beim Schwimmen und Rad fahren haben meine Muskeln und Gelenke wohl doch noch nicht so verkraftet. Nun ist in den nächsten Tage etwas Ruhe angesagt, ich fahre nach Stuttgart und werde mir ein schönes Wochenende mit meinem Freund machen. Am Montag fliege ich dann für vier Wochen nach Australien. Dort stehen schon die beiden ersten Wettkämpfe an, zuerst der Weltcup in Mooloolaba, dann zwei Wochen später das erste Serienrennen in Sydney.


12.2.2011
Potchefstroom 2011
Nach drei Wochen Trainingslager unter der Sonne Südafrikas bin ich seit heute Morgen wieder zurück. Wir hatten dort wie letztes Jahr wieder super Trainingsbedingungen und konnten uns, da Potch ansonsten nicht sehr viel bietet, voll auf das Training konzentrieren. Die Stimmung in der Gruppe war gut und wir hatten nicht nur beim Training auch eine Menge Spaß. Ich bin gut und verletzungsfrei durchgekommen und konnte am Ende nochmal richtig Gas geben. Die Schwerpunkte lagen beim Rad fahren und Laufen. Wir haben einige lange Radausfahrten gemacht und ich habe Laufkilometer gesammelt. An intensiveren Einheiten standen nur Bergläufe und Tempowechselläufe auf dem Plan und beim Schwimmen ebenfalls mehr submaximales. Jetzt steht eine Entlastungswoche an, werde ich bis Mittwoch noch in Stuttgart sein und dann nach Freiburg fahren.


4.2.2011
Grüße aus Südafrika
Nach einer Woche hier in Potchefstrom im Herzen Südafrikas, schicke ich allen ein bisschen Sonnenschein. Mir geht es gut hier. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau, der Pool ist warm und das Training läuft. Nach einer Anpassungsphase an die Höhe geht es in der nächste Woche dann etwas intensiver zur Sache. Die Schwerpunkte liegen beim Laufen und Rad fahren.
Der Trainingslager Alltag hat mich wieder eingeholt: Trainieren, Essen, ausruhen, schlafen, lesen, Physio, Kaffee trinken, Quatsch machen, lachen, telefonieren, mailen, .... alles wie immer.


10.1.2011
Wintertraining
Die erste Trainingswoche in diesem Jahr habe ich in Fiesch in der Schweiz verbracht. Der BWTV war dort im Trainingslager und um ein gutes Trainingsumfeld zu haben, schloss ich mich mit Freunden der Gruppe an.
Wir wohnten in einem Chalet nicht weit weg vom Hallenbad, zur Liftstation konnte man laufen und zum Langlaufen waren es ca. 15 min mit dem Auto. Begonnen hat die Woche mit einem Schwimm-, Snowboard- und Athletik Tag. Die darauffolgenden Tage war ich vormittags immer Schwimmen und dann Langlaufen bzw. auch noch einmal auch auf der Abfahrtspiste. Die Laufkilometer waren diese Woche etwas mager, dafür habe ich sehr viel Athletiktraining gemacht und dafür gesorgt, dass ich bei der Kälte nicht krank werde.
Das alte Jahr habe ich in Bietigheim mit dem Silvesterlauf abgeschlossen. Mit einer Zeit von 40:51min über 11,2 km errang ich bei einem Topstarterfeld den 9. Platz und bin mit dem Ergebnis zufrieden.
Ich wünsche allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Lassen wir es krachen...


23.12.2010
Trainingslager Südafrika, Stellenbosch
Seit Montag bin ich wieder zurück vom ersten Lehrgang mit der Nationalmannschaft in der Sonne. Wir hatten drei gute Trainingswochen in Stellenbosch mit zwar, wie uns mitgeteilt wurde, für südafrikanische Verhältnisse schlechtem Wetter aber über 28 Grad und Sonne finde ich kann man nicht meckern.
Die Trainingsbedingungen waren super. Geschwommen sind wir im Freibad, das zwar zugegebener Maßen manchmal etwas kalt war aber dafür ein einmaliges Panorama bot. Da wir nur Mountainbikes dabei hatten konnten wir wunderschön im angerenzenden Nationalpark biken. Das war zu Saisonbeginn eine schöne Abwechslung und zudem ein gutes Kraftausdauer Trainingsmittel. Die Laufstrecken führten am Stadtrand durch die Weinberge oder am Fluss entlang zum Park und auf die Rasenflächen der Uni. Wir haben hauptsächlich Grundlagen trainiert, nur hin und wieder stand ein Tempodauerlauf auf dem Plan oder beim Schwimmen etwas im Übergangsbereich. Die erste Woche habe ich ruhig angehen lassen und bin wieder gut ins Training reingekommen.
Dann habe ich mir leider, genau nach einer Woche, beim biken bei einem harmlosen Sturz die Wade mit dem Kettenblatt aufgeschnitten und musste aus der Pampa mit dem Pick-up geholt und ins Krankenhaus zum Nähen gebracht werden. Glücklicherweise war es nur Haut, die in Mitleidenschaft gezogen wurde und ich konnte schon nach zwei Tagen wieder Rad fahren und dann auch schnell wieder Laufen. Zum Glück, denn sonst hätte ich womöglich einen sehr schönen Tag in Kapstadt verpasst an dem wir auf den Tafelberg hoch und wieder runter gelaufen sind. Nach diesem 2:30 Stunden Lauf haben wir noch im Atlantik gebadet und haben am Strand zu Abend gegessen.
Danach war ich 3 Tage erst mal richtig fertig aber die letzte Woche konnte ich dann nochmal richtig reinhauen und freue mich jetzt auf die Regenerationsphase und auf Weihnachten. Bis nach Neujahr werde ich in Stuttgart sein und am 2. Januar für eine Woche zum Skifahren in die Schweiz gehen.